fullscreen: Berliner Banken

Der Bankdirektor. 
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etwa als Lehrling in ein kaufmännisches Geschäft zu 
geben." 
Man kann kaum treffender, als Sombart es hier 
getan, das Fehlen jeder Spur von Klassenbewußtsein bei 
der deutschen Bourgeoisie kennzeichnen. Was haben Geld, 
Zeit und Kraft, die man an den politischen Kamps um 
die Vorherrschaft des Bürgertums setzt, für einen Wert, 
wenn das Bürgertum, irr Gestalt der Mitgift seiner Töchter, 
aus seinen! Geldschrank die Lebenskraft der Feudalherren 
auffrischt: Was man politisch bekämpft oder zu bekämpfen 
vorgibt, stärkt man ökonomisch. Die Wirtschaft aber ist 
das Rückgrat aller Politik. Und so sehen wir denn, daß 
dieselbe Klasse, die die kapitalistische Entwickelung unserer 
Wirtschaft — von ihrem Standpunkt völlig mit Recht — 
haßt, die dieser Entwickelung schon lange zum Opfer ge 
fallen sein sollte, die Früchte des Kapitalismus gnädig 
entgegennimmt und es sich in den finanziellen Wonne 
gärten wohl sein läßt. Und das bedeutet für sie nicht 
etwa eine Entwürdigung. Sie sind ja die Begehrten, 
um ihre Vetternschast buhlt die Bürgermenge, die für sie 
genau dieselben Dienste tut, wie einst die Sklaven für 
die fteien Griechen, Römer und Germanen. Und wie die 
Edlinge dieser alten Volksgemeinschaften die Arbeit ihrer 
Sklaven verachteten, genau so blicken heute die Schwieger 
söhne und Schwiegerenkel mit kühler Verachtung aus die 
Arbeit derer herab, die ihnen das Geld schufen. Vor 
kurzer Zeit erst schrieb das „Deutsche Adelsblatt", es sei 
außer allem Zweifel, daß der Handel „nicht nur jeden 
Aristokraten von echtem Schrot und Korn, sondern auch 
jeden anständigen Menschen zurückstoße". 
Und weshalb sollte die Geburtsaristokratie auch 
anders empfinden? Ist es ja doch gerade, als ob die 
Vertreter des Handels selbst sich ihrer Zunft schämten. 
Wo ist die reiche Erbin, die dem Kommis des Vaters, 
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