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fremde Kapital das eigene Kapital, und zwar sehr erheblich, wobei sich die langfristigen Schulden zu
den kurzfristigen verhalten wie rund i: 4.
Bedeutend niedriger, aber immer noch an zweithöchster Stelle von allen Industrien, ist das
fremde Kapital bei dem Akkumulatorenbau; eigenes und fremdes Kapital sind hier ungefähr gleich,
rund 2 / 7 des fremden Kapitals entfallen auf die langfristigen Schulden. Den nächst niedrigeren Bedarf
an fremdem Kapital zeigt die Kabelindustrie, bei der auf Anleihen und Hypotheken aber ein wesentlich
höherer Anteil entfällt. Einen noch größeren Anteil bei kleinerer Inanspruchnahme fremden Kapitals
weist die gemischte Elektrizitätsindustrie auf, während bei dem Elektrizitätsmaschinen- und Apparatebau
sowohl das gesamte fremde Kapital, als auch der Anteil der langfristigen Schulden niedriger ist,
wodurch er sich dem Massenmaschinenbau annähert.
Zeigten die Gesellschaften verwandter Industrien schon bisher geringe Beziehungen und
Ähnlichkeiten miteinander, so verschwinden auch diese fast ganz, wenn man noch die Verteilung
des Vermögens und die Verhältnisse zwischen den Vermögensteilen und Kapitalsarten in Betracht zieht.
Die Gruppen (I und la) Bergbau, Hütten- und Salinenwesen weisen das höchste, das
Betriebsvermögen stets übersteigende produzierende Anlagevermögen imY er hältnis zum produzierenden
Vermögen in Tabelle 35, abgesehen von den Gesellschaften für Elektrizitätserzeugung, auf; und zwar
stehen die Kohlenbergwerke hier an weitaus' erster Stelle, während die gemischten Werke und die
Eisenhüttenbetriebe das größte Betriebsvermögen in dieser Gruppe benötigen. Die niedrigsten Vorräte
haben die Kohlenbergwerke und die Gesellschaften für Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung, die
höchsten die Erzbergwerke und Hütten (außer Eisen). Hohe Anlage in Wertpapieren und Beteiligungen
zeigen die Gesellschaften für Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung, doch ist sie auch bei den übrigen
Gesellschaften von Bedeutung. Die Abschreibungen sind recht erheblich, besonders bei den gemischten
Werken und den Kohlenbergwerken. Bei Gegenüberstellung der Vermögens- und Kapitalverteilung
nehmen die Kohlenbergwerke eine Sonderstellung ein, da sie, bei niedrigem Betriebsvermögen, niedrige
Liquidität und ein Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen, das nicht
den Wert 1 erreicht, aufweisen. Hohe Liquidität zeigen die Gesellschaften für Kali-, Salz- und
Petroleumgewinung; jedoch ist sowohl bei dem Eisenhüttenbetrieb , als auch bei dem Erzbergbau -
und Hüttenbetrieb (außer Eisen) das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamt
anlagevermögen größer.
Bei den Gruppen Metallverarbeitung und Maschinen- und Appaiatebau übertrifft das Betriebs
vermögen das produzierende Anlagevermögen; dabei zeigen die Gesellschaften für Metallverarbeitung
den größten und die Gesellschaften für „sonstigen Maschinenbau“ den kleinsten Anteil des produzierenden
Anlagevermögens am produzierenden Vermögen bei fast gleicher Höhe der Vorräte. Von dem Einzel-
und Massenmaschinenbau hat der erstere ein größeres produzierendes Anlagevermögen und kleinere
Vorräte als der letztere. Verhältnismäßig geringe Unterschiede finden sich zwischen Einzelmaschinenbau
und Kessel- und Apparatebau. Durch große Vorräte zeichnet sich der Eisenbahnwagenbau und
besonders der Schiffbau, bei dem sie weit über die Hälfte des Betriebsvermögens betragen, aus.
Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen ist am höchsten bei dem Einzel
maschinenbau, am niedrigsten beim Schiffbau. Die Gesellschaften für Eisenbahnwagenbau und für
Massenmaschinenbau machen die höchsten Abschreibungen, die Gesellschaften für Einzelmaschinenbau
die niedrigsten, die von denen des Kessel- und Apparatebaues jedoch nur wenig übertroffen werden.
Entsprechend den hohen kurzfristigen Schulden ist bei den Schiffbauunternehmungen die Liquidität
die niedrigste, und zwar von sämtlichen Industrien in Tabelle 35, ausschließlich der Elektrizitäts
erzeugung. Auch das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen ist
klein im Vergleich mit den Gesellschaften des übrigen Maschinenbaues und der Metallverarbeitung,
bei denen beide Verhältnisse große Verschiedenheiten zeigen. Am nächsten stehen sich wieder
Einzelmaschinenbau und Kessel- und Apparatebau, während die Metallverarbeitungsgesellschaften
bei kleinerem Betriebsvermögen und kleinerem Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum
Gesamtanlagevermögen eine höhere Liquidität aufweisen. Beim Massenmaschinenbau, Eisenbahn
wagenbau und „sonstigen Maschinenbau“ erhöht sich die Liquidität dem Betriebsvermögen entsprechend.
Auch bei der elektrotechnischen Industrie ist das produzierende Anlagevermögen stets kleiner
als das Betriebsvermögen. Das größte produzierende Anlagevermögen zeigt der Elektrizitätsmaschinen-
und Apparatebau, der sich hierin und auch in der Höhe der Wertpapiere und Beteiligungen sowie
der Abschreibungen den Gesellschaften für Maschinenbau nähert. Die Gesellschaften der übrigen
elektrotechnischen Industrie unterscheiden sich von ihm durch ein größeres Betriebsvermögen und
vor allem durch den großen Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen, der
bei dem Akkumulatorenbaü und der gemischten Elektrizitätsindustrie den des produzierenden Anlage
vermögens übersteigt. Die Abschreibungen sind "gegenüber den vorhergehenden Gruppen niedrig;
die kleinsten finden sich bei der gemischten Elektrizitätsindustrie. Die Liquidität ist beim Akkumulatorenbau