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Milliarden Dollars, gleich 85 Milliarden Mark, in sich aufgesogen. Davon entfielen
allein auf 7 große Jndustrietrusts, in denen insgesamt 1528 früher
selbständige industrielle Werke aufgegangen waren, 2663 Millionen Dollars
und auf die 6 großen Eisenbahnkonzerne 9017 Millionen Dollars.
Aber auch bei uns, im Deutschen Reiche sowohl wie in Preußen, macht sich
in Industrie und im Gewerbe auf allen Stufen ein Fortschritt in der Richtung
der Vergrößerung der Betriebe stetig und unaufhaltsam bemerkbar. In
einer ganzen Anzahl von Gewerbebetrieben ist bereits heute der Sieg des
Großbetriebes völlig und restlos für immer entschieden und der Widerstand
gegen diese Entwickelung auch gänzlich verschwunden. Diese Tatsache zeigt
sich insbesondere deutlich in der Verteilung der beschäftigten Personen auf
die Betriebe. So kamen bereits im Jahre 1895 auf 1000 in dem betreffenden
Industriezweige beschäftigte Personen in Großbetrieben mit mehr als
50 Personen: im Steinkohlenbergbau 998, in der Rübenzuckerfabrikation:
991, in der Dampfmaschinenfabrikation: 956 gegenüber 916 im
Jahre 1882, in der Baumwollspinnerei: 928 gegenüber 810, in der Porzellanfabrikation:
889 gegen 811, in der Wollspinnerei: 780 gegen 606, im
Wage »bau und in der Fahrrgdfabrikation: 777 gegen 711, in der Blechwarenfabrikation:
720 gegen 528, in der Baumwollweberei: 672 gegen 155,
in der Wollweberei 638 gegen 476, in der Seidenweberei 573 gegen 178, immer
im Jahre 1882.
Und weiter: die industriellen Großbetriebe mit mehr als 50 Arbeitern
vermehrten sich von 1882 bis 1895 im Reich der Zahl nach um 98 v. H., dem
beschäftigten Personal nach um 89 v. H., die Großbetriebe selber wuchsen in
diesen nur 13 Jahren von 9971 auf 18 953, und die in ihnen beschäftigten
Personen von 1613 aus 3 011376. Besonders auffallend aber ist das gewaltige
Wachstum der industriellen Großbetriebe in Preußen zwischen den beiden
Cewerbezähkungen vom Jahre 1895 und 1907. Mährend dort die Kleinbetriebe
mit 1—«5 Personen in diesem Zeitraume von 109 332 auf 181069
anwuchsen, also um 18,3 v. H. zunahmen Und die in ihnen beschäftigten Personen
im gleichen Zeiträume von 1078 396 auf 1231725, also um 11,5 v. H.
sich vermehrten, steigen die Großbetriebe mit 50—1000 Personen im gleichen
Zeitraum »on, 9 955 auf 13 105, d. h. 61,8 v. H. und die ln ihnen beschäftigten
Personen von 111199 auf 317199, also um 64 v. H., und die ganz großen
Betriebe, die Riesenbetriebe mit über 1000 Personen, schwellen an von 189
auf 358 Und die in ihnen tätigen Hilfskräfte vermehren sich won 331 261 auf
682 12i, eine Zunahme also um 89,1 und einhundert und vier vom Hundert!!
Gewiß ergeben diese wenigen Ziffern ein ganz gewaltiges Anwachsen der
Groß- und Riesenbetriebe in der gesamten Industrie und in allen Gewerben,
aber ebenso legen sie auch klar und unwiderleglich Äwr, daß von einer völligen
Zerstörung und AUfreibuüg der kleineren vorkapitalistischen, rein
handwerksmäßigen Betriebe und der mittleren kapitalistischen Unternehmungen
gar nicht die Rede sein kann. Roch im Jahre 1907 nach der letzten,
freilich schon über ein volles Dutzend Jahre zurückliegenden amtlichen deutschen
Industrie-Mnd CewerbezählÜng wurden von de'n in der Industrie insgesamt
beschäftigten 11 Millionen Arbeitskräften in Kleinbetrieben (von
1 —5 Personen!) nicht weUiger als 5 353 576 beschäftigt. Mit anderen Wor-