fullscreen: Der Antwerpener Hafen und die Pariser Wirtschaftskonferenz

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IV. 
Die Transportpolitik und der Antwerpener 
Hafen. 
Allgemeines. 
In seinen Handelsbeziehungen zum Auslande kann ein 
Land als Abnehmer wie aïs Lieferant, oder aber als einfache 
Zwischenhand erscheinen. Tatsâchlich kauft es entweder 
Waren für seinen eigenen Gebrauch und liefert dagegen seine 
Boden- oder Industrieerzeugnisse, oder aber es beschrânkt sich 
auf die Rolle einer Zwischenperson, indem es als Verarbeiter 
oder als Makler in den geschâftlichen Transaktionen zwischen 
fremden Vôlkern auftritt. 
Die erstgenannten Operationen machen den Spezial-, 
Eigen- oder eigentlichen Handel aus, die letztgenannten sind 
als Durchfuhr- oder Transithandel, oder einfach als Durchfuhr 
(Transit) bekannt. 
Durch erstere wird das Land um den ganzen Wert der ein- 
geführten Produkte reicher und um dasjenige armer, was es in 
Bezahlung geben muB, sei es Geld oder Gut; sie haben einen 
Austausch im Gefolge, dessen Konto mit Gewinn oder mit 
Verlust abschlieBen kann. Die anderen, die Transitoperationen, 
sind in der Regel gewinnbringend und, wenn sie nicht unvor- 
sichtig gemacht werden, erhôhen sie den Aktivbestand des 
Landes. 
Sie besorgen ihm Frachten für seine Transportwege, 
speisen seine Mârkte und seine Hâfen, je nachdem, ob die 
Durchfuhr direkt oder indirekt ist, und sind die Quelle eines 
industriellen Gewinns in dem, was man Veredelungsverkehr 
(,,improvement trade“) nennt. 
Der Durchfuhrhandel ist naturgemâB besonders wichtig in 
Landern wie Belgien, denen ihre geographische Lage von vorn- 
herein eine Vermittlerrolle zuweist, 
Da diese Lânder einen bedeutendenTeil ihres Einkommens 
aus dieser Handelsart ziehen, bestreben sie sich natürlich, sie 
soviel wie moglich zur Entfaltung zu bringen, Ihre Wirt- 
schaftspolitik setzt sich die Fôrderung der einheimischen Pro-
	        
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