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richtung gemacht haben, die Maßnahme getroffen, daß wir
an jeder Lohnzahlungsstelle — es sind das im Laufe der
Zeit zwölf Stellen geworden — je einen kaufmännischen
Angestellten sitzen haben, der die Einlagen entgegennimmt.
Meine Firma legt Wert darauf zu erklären, daß wir
keinen Zwang auf das Sparen ausiiben wollen, wobei uns
aber bewußt ist, daß wir durch diese Art des Geldabnehmens
bei den Lohnzahlungsstellen einen moralischen
Druck ausüben. Aber wie wir im Jahre 1887 gesehen
haben, ist dieser Druck doch wohl notwendig und er geschieht
im eigensten Interesse der Arbeiter. Auch hier
gilt das Wort: der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach,
und wer dieses Wort sich zu eigen macht, wird sich diese
große Vereinfachung der Einzahlung, die ihm weder Zeit
noch Mühe kostet, gern gefallen lassen. Wenn die Beteiligung
an unserer Sparkasse so rege ist, so führen wir
das zum großen Teile auf diese bequeme Art des Sparens -
zurück.
98 Prozent unserer Fabrikarbeiter besitzen Sparkassenbücher,
und die Einlagen erfolgen mit der größten Regelmäßigkeit.
Von der Technik des Spareinlegens will ich nur zwei
Bücher erwähnen. Das erste enthält in der gleichen
Reihenfolge wie das Lohnbuch Namen, Wohnort, Krankenkassennummer,
Nummer des Sparkassenbuchs und für
jede Woche eine Spalte, in die der gezahlte wöchentliche
Betrag — 40, 90 Pf., 1,90 dl und höhere Beträge — an der
Zahlstelle von unseren Angestellten eingeschrieben wird.
Nach Schluß des Vierteljahres werden die Einzahlungen
eines jeden Sparers in diesem Buche quer
zusammengezogen. Wollen wir als Beispiel nehmen:
13 X 90 = 11,70 dl, dazu Zuschuß der Firma
13 X 10 = 1,30 dl, also zusammen 13 dl. Diese Endsummen
eines jeden Sparers werden nun in ein zweites
Buch eingetragen, wir nennen dies das Ablieferungsbuch,
weil mit diesem Buche zusammen die einzelnen Sparkassenbücher
von uns jetzt an die Sparkasse abgeliefert
werden, damit die gesparten Beträge von den städtischen
Sparkassenbeamten eingetragen werden können. Gleichzeitig
wird der gesamte vierteljährliche Sparbetrag der
Arbeiter an die Sparkasse abgeführt.