Full text: Die Fabriksparkasse

A. 4. Buch. V. Teil. Die Steuern. \: 
Interessen des Fiskus Dienste leisten. Aber dieses Verfahren er- 
reicht nicht immer vollständig sein Ziel, da wieder Mittel gefunden 
werden, die Denaturierung unschädlich zu machen und so die Be- 
nutzung zum menschlichen Gebrauch möglich zu machen. Die 
denaturierten Gegenstände werden natürlich zu weit billigerem 
Preise in Verkehr“ gesetzt, da sie der Steuer nicht unterworfen 
werden. 
7. Entwicklungsfähigkeit. ” Die  Verzehrungssteuern 
haben den Vorteil außerordentlicher Entwicklungsfähigkeit. Zu- 
nahme des Wohlstandes, der Kultur, Zunahme der Bevölkerung 
und namentlich der städtischen Bevölkerung vermehren in hohem 
Maße die Einkünfte des Staates aus indirekten Steuern. Dies er- 
sehen wir aus folgenden Zahlen. Es betrug in Ungarn die Ein- 
nahme aus 
1851 1913 
Verzehrungssteuern 4,5 Mill. Kronen 316,6 Mill. Kronen 
Tabak A 1958 
8. Statistik. Die Finanzstatistik hat sich die dankenswerte 
Aufgabe gestellt, die durch die Verbrauchsabgaben verursachte Be- 
lastung nach den verschiedenen Einkommensklassen zu untersuchen. 
Namentlich kommen hier die Arbeiten von Neumann”) und 
Gerloff?) in Betracht. Nach Gerloff betrug die gesamte Kin- 
kommensbelastung in Preußen bei einem Einkommen 
von 4000—6000 Mark 1,04—1,48 Mark 
„ 2000—4000  ', 1,80—258 , 
1200—2000:: 7 289—3,78 
1 8001200. 62-502, 
unter 800 3,64—5,22 
Auf Grund von 703 internationalen Budgets kam Neumann 
zu folgendem Resultat: Die Belastung durch Verbrauchsobjekte 
betrug bei Einkommen 
über 10000 Mark 0,84 Prozent 
„  4000—10000 Mark 1,64 
41200044000) 1 3209 ha 
A200 000 0 
RT 001200 7 
unter 800 ».. 5.18 a 
Auch diese Zahlen, wie die obigen, sprechen für die stärkere Be- 
lastung der kleinen Einkommen. 
’) Zur Gemeindesteuerreform (1895). R 
?) Gerloff, Verbrauch und Verbrauchsbelastung kleiner und mittlerer Ein- 
kommen in Deutschland um die Wende des 19. Jahrhunderts (Jahrbücher für 
Nationalökonomie und Statistik, III. Folge, 35. Bd., S. 1). 
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