4
zunächst in allen Ländern den möglichen Gewinn.
Kriegslieferungen jederArt mögen sich lohnen, im
ganzen überwiegt doch der entgangene Prosit
und die Vernichtung volkswirtschaftlicher Werte
durch den Feind. Die Gleichung: Krieg und
Wirtschaft, geht rein zahlenmäßig nicht aus.
Weniger denn je sind in der neuzeitlichen Volksund
Weltwirtschaft Kriege gleich Beutezügen,
von denen der Eroberer mit seinem Raub um
so viel reicher heimkehrt. Wohl hatten diejenigen
recht, die vor der drohenden Katastrophe
der Weltwirtschaft in einem Weltkriege warnten;
unrecht hatten sie, insofern sie eine abschreckende
Wirkung ihrer Warnungen erwarteten. Denn
wie? Ist nicht der Krieg immer nur Durchgang
in neue Lebensformen, ein Wecker und
Ertöter nationaler Kräfte? Wird er doch um
der Zukunft willen geführt, die jedes Volk
schöner und reicher von einem Sieg erhofft;
gilt es doch, nationale Opferwilligkeit zu üben,
die aus der Tiefe nationalen Glaubens dringt
und jedes Gut der Gegenwart den: Vaterlande
darbringt.
So finden denn die wirtschaftlichen Übel, die
militärischen Notwendigkeiten und die politischen
Absichten der neuzeitlichen Kriegführung ihre
gemeinsame Wurzel in dem erstarkten Nationalbewußtsein
unserer Zeit, das jeden Kampf zur