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Lebenswillens, zum Zünglein an der Wage der
Entscheidung.
Rein arithmetisch, durch Addition und Subtraktion
der Werte, die der Krieg vorfindet und
bewegt, würde die Rechnung volks- und weltwirtschaftlich
niemals aufgehen, so wesentlich
und wertvoll auch eine genaue finanzwirtschaftliche
„Kriegsrechnung" in Einnahme und Ausgabe
erscheint?) Sondern durchaus ist die
Produktivität der Volkswirtschaft, die Vitalität
des nationalen Geistes hüben und drüben zugleich
Kriegsursache, Kampfmittel und Siegespreis.
Ohne dies wäre wirtschaftlich der Kriegszustand
ein Nonsens?) Der Siegerstaat kann
wohl die Industrie des Nachbarn totschlagen,
doch nie wie im Kartell und durch Fusion sich
angliedern. Eine besiegte Volkswirtschaft mag
i) Vgl. Julius Wolf, Die Kriegsrechnung. Berlin
1915. Franz Eulenburg, Das Geld im Kriege und
Deutschlands finanzielle Rüstung, 1915.
a ) Von der ökonomische» Sinnlosigkeit eines neuzeitlichen
Krieges geht auch Sch äffles Studie „Der
nächste Krieg in Zahlen" aus, welche den Reigen der
neueren deutschen Literatur zum Thema 1887 eröffnet.
Gleich seinen meisten Vorgängern und Nachfolgern auf
kriegswirtschaftlichem Gebiet schreibt Schäffle unter
dem unmittelbaren Eindruck politischer Vorgänge,
aus der Kriegsgefahr 1886/87 heraus. Vgl. die Literaturübersicht
am Schluß dieser Arbeit.