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Warum die wirtschaftliche Eifersucht gerade bei
England den Konflikt geschürt hat, habe ich
gleichfalls angedeutet. Und wenn auch die
Engländer keineswegs nur Händler, mehr noch
ein Herrenvolk sind, so hat doch beides gewiß
nicht dazu beigetragen, in ihrem Nativnalcharakter
ethische Feinheit und Sozialempfinden
besonders auszuprägen. Aber etwa psychologisch
zu folgern, daß Deutschlands ungewöhnlich
rascher Eintritt in die Weltwirtschaft die englische
Politik geleitet habe, ist darum nicht gerechtfertigt.
Zunächst waren die beiden Völker ökonomisch
auch verbunden durch einen intensiven Güteraustausch.
Großbritannien gab an Deutschland
mehr Waren als an seine Verbündeten Frankreich
und Rußland zusammengenommen; wir
sandten eine größere Warenmenge nach dem
Vereinigten Königreich als an unsere Bundesgenossen
Österreich-Ungarn und die Türkei.
Für Großbritanniens Export stand Deutschland
nächst Britisch-Indien an zweiter Stelle; in
Deutschlands Ausfuhr hielt Großbritannien den
ersten Platz. Gerade diese enge und lukrative
ökonomische Verbindung beider Länder galt vor
dem Kriege vielfach als einHemmnis militärischer
Konflikte; und in der Tat hat ja der Außenhandel
beider Länder unter der Kriegszeit schwer ge-