litten, hat Englands ökonomische Weltstellung
darüber hinaus Einbuße,: erfahren.
Ans Deutschen war, unter dem Gesichtspunkt
des rechnerischen Wettbewerbs, eine derartige
Doktor-Eisenbart-Kur in keinem Fall
vonnöten. Nicht nur, weil wir den Frieden
lieben und mit der hohen Politik uns nur der
Not gehorchend plagen; sondern wir brauchten
einfach keinen Krieg, weil wir im Frieden ja am
allersichersten vorankamen, gar nichts von einem
kriegerischen Rückschlag hoffen konnten. Auf
unserer Seite hat also der ökonomische Beweggrund
zum Kriege keinesfalls den Ausschlag
gegeben.
Aber auch allgemein gesprochen, verfängt
das Motiv nicht. Es ist einfach nicht wahr, daß
das Emporkommen eines Konkurrenten in der
gegenwärtigen Weltwirtschaft notwendig und
allgemein zum Kriege führe. Wann wäre das
denn eingetreten? Etwa in den zwei Feldzügen
der Balkanstaaten um die europäische Erbschaft
der Türkei? Erwarb Italien die libysche Sandwüste
am Mittelmeer nicht wesentlich um ihrer
politisch-militärischen Bedeutung willen? War
für Japan eine strategische Position auf chinesischem
Boden nicht seit 1894 der Hauptbeweggrund
zu den Kriegen gegen China? Wir
stießen uns doch auch nicht an dem phäno