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unsere Kraft wäre geschwächt, wir wären
bündnisreif für Großbritannien geworden. Dann
also stände England wahrhaft auf dem Gipfel
seiner Macht. Geht Deutschland ohne einen
wesentlichen politischen Gewinn auch nur aus
diesem Kamps hervor, so haben wir erfüllt, was
England einst von uns verlangt hat und wofür
es damals noch uns hohen Preis geboten hat:
Wir hätten als Englands Schwert den Kontinent
geschwächt und uns dazu. Ein Stück Weltgeschichte
1914, mit vertauschten Rollen, jedoch
mit dem gleichen Ausgang, wie ihn England
um 1900 für das deutsch-britische Bündnis
wider Rußland beabsichtigt hatte. So oder so,
England bliebe der Herr der Küsten und der
Meere, wir blieben künftig auf dem Kontinent
ein gleicher unter gleichen. Dieser gewaltigen
Versuchung, die eine politische Versuchung ist,
hat Großbritannien nicht widerstehen wollen.
Hier liegt die Schuld, hier muß die Sühne liegen.
Dem Dämon des Weltkriegs hat Großbritannien
sein Schicksal überantwortet. Jahrzehnte, ja
Jahrhunderte hat England mit anderen Nationen
um das gleiche Ziel gestritten. Wir Deutsche
sind nicht feig, wir wollen auch nicht schwach
werden. Was die Union in zwei verhältnismäßig
leichten Kriegen sich erkämpft hat, das
werden wir im Abwehrkampf, den unser