Full text : Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen

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Wir  konstatieren  demnach  durchschnittlich  den  llYs-Stundentag
  bei  den  Ladentöchtern,  den  10 1 / 2 Stundentag  beiden
Glätterinnen,  den  10-Stundentag  bei  den  Modistinnen  und  Damenschneiderinnen, ­
  den  9 3 /i-Stundentag  bei  den  Näherinnen,  den
9  Y 2 -Stundentag  bei  den  verschiedenen  Berufen  und  endlich  den
9-Stundentag  bei  den  Bureaufräulein.
Es  handelt  sich  hiemit,  wie  schon  gesagt,  um  die  Angaben
aus  der  stillen  Zeit,  und  wir  dürfen  für  die  Hochsaison  den
Durchschnitt  von  KE/ 2  Stunden  ruhig  auf  1U/ 2  Stunden  ansetzen.
Ferner  ist  die  verlängerte  Samstagsarbeit  bei  den  Ladentöchtern ­
  in  diesen  Zahlen  unberücksichtigt,  und  die  Sonntagsarbeit ­
  wäre  ebenfalls  noch  hinzuzurechnen,  wollten  wir  ein  Gesamtbild ­
  aller  Arbeitsleistungen  erhalten.
Ueberzeit.  Nach  all  diesen  Vorbemerkungen  wird  es  für
jedermann  klar  sein,  dass  eine  einfache  Fragestellung:  „Haben  Sie
ausserdem  noch  Ueberzeit?“  keine  wertvollen  Aufschlüsse  geben
kann.  Wir  reproduzieren  aber  trotzdem  die  Antworten  in  tabellarischer ­
  Form:

Berufszweig-Frage


unbeantwortet ­


Mit

Ohne

Total

Ueberzeit

Handel

54

57

52

163

Schneiderei.  .  .

19

16

33

68

Näherei

7

7

17

31

Bureau

2

15

9

26

Glätterei  ....

8

3

8

19

Modes

6

2

6

14

Diverse

4

4

11

19

Total

100

104

136

340

Davon:
Stadt

66

85

97

248

Land

34

19

39

92

Ein  Drittel  sämtlicher  Arbeiterinnen  hätte  demnach  weitere
Ueberzeitarbeit,  selbst  wenn  wir  die  unbeantworteten  Fragen  als
negativ  auffassen  würden.  Das  Land  hat  verhältnismässig  weniger
bejahende  Antworten.  Am  meisten  Ueberzeitarbeit  im  obigen
Sinne  haben  die  Bureauangestellten,  welche  die  Frage  nach  der
Arbeitszeit  in  der  Saison  unbeantwortet  gelassen  haben  und  dafür
            
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