Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Die  Jungfraubahn.

Arbeitsstätte  vor  Ort  gespeist  werden  (vergl.  S.  128).  So  sehen  wir  an  der  Jungfrau  die
Energie  des  Gletscherwassers  aus  dem  Thale  zurückgeleitet  nach  der  Gletscherhöhe,  um
hier  im  Dienste  der  Menschen  nützliche  Arbeit  zu  verrichten.  Zur  Unterbringung  der
Arbeiter,  deren  Zahl  sich  im  Sommer  1898  auf  etwa  250  belief,  hat  man  Baracken  zwischen
der  Kleinen  Scheidcgg  und  dem  Eigergletscher  errichtet,  desgleichen  ein  großes  Magazin
für  Lebensmittel,  da  im  Winter  alle  Zufahrtswege  tief  verschneit  sind,  somit  aller  Transport ­
  von  den  Thälern  aus  aufhört  und  nur  ein  Verkehr  auf  Schneeschuhen  noch  möglich
ist.  In  dieser  Zeit  steht  die  Hauptbaracke,  in  der  auch  die  Ingenieure  ihre  Wohnung
haben,  durch  einen  gedeckten  Gang  mit  dem  Tunnel  in  Verbindung.  Sommer  und  Winter
muß  das  Koch-  und  Nutzwasser  aus  dem  hartgefrorenen  Gletscherschnee  gewonnen  werden.

63.  Lagrplan  und  Längenfchnitt  der  Iungfrautxchn  nach  dem  älteren  Entwürfe.
Nach  dem  „Certralblait  der  Bauverwaltung".

Es  sind  zu  dem  Zwecke  oben  am  Tunnel  sechs  Fässer  aufgestellt,  in  welche  der  anittels
Tragkiepen  herbeigeschaffte  Schnee  gefüllt  und  in  denen  er  durch  elektrischen  Strom  geschmolzen ­
  wird.
Abb.  63  zeigt  uns  die  Linienführung  dieser  von  Guyer-Zeller  in  Zürich  kühn  erdachten ­
  Bahn.  Sie  soll  in  starker  Steigung  (250  °/ 00  =  1:4)  durch  einen  10  km  langen,
Eiger,  Mönch  und  Jungfrau  durchfahrenden  Tunnel  bis  nahe  zum  Jungfraugipfel  geführt ­
  iverden.  Ter  Aufstieg  zu  letzterem  (4166  m  über  dem  Meeresspiegel)  ist  mittels
eines  senkrechten  Aufzuges  von  90  in  Hubhöhe  gedacht.  Der  Längenschnitt  der  Abb.  63
zeigt  noch  den  älteren  Entwurf.  Hiernach  sollte  das  stark  von  Eis  überlagerte  Jungfraujoch
  durch  ein  Gegeugefälle  unterfahren  werden.  Spätere  Untersuchungen  und  Erwägungen
haben  aber  zu  einer  neuen  Linie  ohne  Knick  geführt,  die  nunmehr  in  teilweise  schwächerer,
aber  dafür  steter  Steigung  bis  zum  Fuße  des  Gipfelanfzuges  verlaufen  soll.  Es  ist  für
den  etwa  4  km  laugen  Abschnitt  Station  „Eismeer  (Kalifirn)-Jungfraujoch"  eine  Steigung
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