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Rhoncebene
leuchtenden Stützmauern durchzogenen Weingärten. In
dieser Reihe seien Lutry und Cully genannt. Im
Schutz der Voralpenhöhen ist am obern Genfersee in
mildester Lage Montreux der belebte Mittelpunkt der
waadtländischen Riviera; mit den benachbarten Orten
Territet und Clärens stellt es eine einzige glänzende
Folge prunkvoller Hotelbaulen dar. Die Fremden- und
Industriestadt Vevey (Bivis), 13600 Einwohner,
auf dem Deltavorsprung t er Beveyse, bildet den west- .
lichen Abschluß der Hotelkolonie Vevey ist der Schau
platz der in unregelmäßigen Zeilabständen gefeierten
Winzerfeste. Montreux veranstaltet alljährlich im Früh
ling das Narzissenfest, wenn die Berghalden im Blüten
schnee schimmern. Über Territet breitet sich die Berg
terrasse von Glion aus, die selbst wieder von den
weithin sichtbaren Hotelpalästen von Caux überragt
wird. Hinter Caux steigt die Wand der Rochers de
Nahe zu 2044 in an, wegen ihrer umfassenden Rund-
sicht als Rigi des Waadtlandes bekannt. Am steilen
Felsufer entsteigt dem See das Schloß Chillon.
Bei Villeueuve weitet sich die Üferebene zu
dem gewaltigen Rhonedelta, das sich talaufwärts zu der
Felsenpforte von St. Maurice verengt. Mit den end
losen Pappelreihen und dem Gestrüppwald am Seeufer
sticht die eintönige Aufschüttungsebene von dem reizvollen
und formenreichen Gebirgsrahmen seltsam ab. Das
kalte Rhonewasser dringt als trüber Strom eine kurze
Strecke weit in die blauen Fluten des Sees vor und
sinkt dann als Wasserfall durch das wärmere und dess
halb leichtere Seewasser auf den Grund. Längs der
scharf gezeichneten Grenze, wo die Rhone untertaucht,
entstehen als „bataillere“ bezeichnete gefährliche Wirbel.
Die gleiche Erscheinung ist an der Mündung des Rheins
in den Bodensee unter dem Namen „Brech" bekannt.
Die bedeutenden Orte des Rhonetales lehnen sich am
Rand der Ebene an die rebengeschmückte Berghalde, am
Fuß hoher Bergterrassen. Ivorne hat die berühmtesten