Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Allgemeine  Anordnung  der  Stellwerke.

gemacht  wird,  die  genau  beurteilen  kann,  ob  die  Freigabe  gefahrlos  oder  unzulässig  ist.
Da  nun  der  Zugmeldedienst  in  Deutschland  durch  das  Stationsbüreau  ausgeübt  wird,
jener  aber  mit  der  Bedienung  der  meistens  räumlich  von  letzterem  getrennten  Stellwerke
im  Einklang  stehen  muß,  so  ist  dieses  Büreau  bei  uns  die  gegebene  Überwachungsstelle
für  den  Stellwerksdienst,  und  zu  dem  Zweck  hält  es  sowohl  die  Fahrstraßenhebel  als  auch
die  Signalhebel  unter  Verschluß  und  zwar  entweder  mechanisch  oder  häufiger  noch  elektrisch.
Für  beide  Verschlußanordnungen  bestehen  zahlreiche,  oft  höchst  sinnreich  erdachte  Ausführungsformen; ­
  eine  der  elektrischen  ist  S.  309  kurz  beschrieben.
Größere  Bahnhöfe  erfordern  oft  mehrere  Stellwerksanlagen,  die  dann  für  gewisse
Signale  und  Weichen  in  gegenseitiger  Abhängigkeit  stehen  müssen.  Letzteres  wird  durch
besondere  Hebel  —  Zustimmungshebel  —  erreicht.  Durch  Ziehen  eines  solchen  Zu-801.

  Stellwerk  in  Düsseldorf.  Erbaut  von  Jüdel  &  Co.  in  Braunlchwcig.

stimmungshebels  werden  die  für  eine  Fahrstraße  in  Betracht  kommenden  Weichenhebel  des
eigenen  Stellwerks  verschlossen  und  gleichzeitig  der  für  jene  Fahrstraße  gültige  Signalhebel ­
  des  Nachbarstellwerks  freigegeben.
Man  ersieht  ans  dieser  Darlegung,  daß  ein  richtig  gebautes  Stellwerk  Irrtümer  in
der  gegenseitigen  Weichen-  und  Signalstellung  ausschließt.
Die  wichtigeren  Bahnhöfe  in  Deutschland  sind  mit  Stellwerken  ausgerüstet.  Auf
manchen  Stationen  besteht  auch  die  einfachere  Einrichtung,  nur  die  Signale  vom  Stellwerk ­
  aus  zu  stellen,  die  Weichen  dagegen  von  Hand  zu  bewegen  und  diese  vom  Stellwerk
aus  zu  verriegeln  fvergl.  Abb.  315).  Auch  reine  Weichenstellwerke  für  Rangiergleise
kommen  vor.  Ein  deutsches  Signal-  und  Weichen-Stellwerk  neuester  Art  ist  in  Abb.  301
wiedergegeben.  Es  enthält  83  Hebel.  Die  größte  Hebelzahl,  die  in  einem  deutschen
Weichenturm  sich  findet,  beträgt  137.  Sie  wurde  1899  von  der  Firma  Jüdel  öl  o.
für  ein  Stellwerk  des  Hauptbahnhofs  Essen  zur  Ausführung  gebracht.  In  Amerika
            
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