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Eisenbahnen: Signalwesen nnd Weichcnsichernng.
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fast die ganze Beweglichkeit geraubt, der Wärter vermag den Weichenhebcl nicht umzulegen,
erhält also Kenntnis von dem Aufschneiden. Das Fahrsignal kann nicht gezogen werden.
Dieser Spitzenverschluß ist gleichzeitig so angeordnet, daß kleine, durch die Wärmeschwankungen
hervorgerufene Längenänderungen des Gestänges ohne Einfluß auf die gute Zungen
anlage bleiben.
Man ist in Deutschland noch weiter gegangen und hat die Weichenstcllvorrichiuug ver
schiedentlich so angeordnet, daß ein Aufschneiden ohne Anwendung von Scherbolzen und der
gleichen möglich wird und doch auch der Wärter im Weichenturmc in sicherer Weise Kenntnis
von der» Borgange erhält. Bei diesen etwas verwickeltercn Einrichtungen werden die beiden
Weichenzungen durch den Handhebel nicht gleichzeitig, sondern einzeln nacheinander verlegt,
was zugleich den Vorteil geringerer Kraftanstrengung ergibt. Bei Weichenstellung mit
Doppeldrahtzug benutzen Siemens & Halste den
in Abb. 317 und 318 dargestellten Spitzenverschluß,
der eine wirksame Vereinigung. der Weichen
stellrolle mit einer Riegelrolle bildet. Um die
wagerecht liegende Stellrolle ist eine Kette ge
schlungen, an deren freien Enden die Leiden nach
dem Stellhebel laufenden Drahtzüge angeschlossen
77r/ft77?77/7777//// sind. Die Rolle besitzt aus beiden Seiten einen
7/m//////////////, bogenförmigen Ansatz, ähnlich dem in Abb. 314;
der obere hiervon ist in Abb. 317 schraffiert und
gegen den unteren etwa zur Hälfte versetzt. Ober
halb und unterhalb der Rolle sind durch ihr Ge
häuse zwei mit den Weichenzungen verbundene und
mit je zwei Ausschnitten versehene Riegelstangen
hindurchgeführt. Der bogenförmige Ausschnitt dient
zuni Verriegeln der Weiche, der gerade zu ihrem
-Verstellen mittels eines kleinen aus der Mitte
jener Rolle versetzten Treibzapfens a bezw. a'. So
bald die Stellrolle durch den
Drahtzug gedreht wird, er
folgt zunächst die Entriege
lung der Weiche, dann die
Umstellung und schließlich
die Wiederverriegelung. In
Abb. 317 hält der obere
Riegel die Weiche fest, der
untere stößt gegen seine
Riegelstange; in Abb. 318
ist es, entsprechend der an
deren Weichenlage, umge
kehrt. Wird die Weiche
aufgeschnitten, so wird zu
nächst die an der abliegenden
Weichenzunge befestigte
Riegelstange, welche nicht
verriegelt ist, durch die Räder
des aufschneidenden Fahr
zeugs bewegt. Hierbei wird
durch den Druck auf den
Trcibzapfen a bezw. a' die
Stellrolle gedreht nnd dadurch die Verriegelung der mit der anliegenden Zunge ver
bundenen Riegelstange aufgehoben, worauf beide Zungen gemeinschaftlich fortbewegt werden.
Durch den gleichzeitig mitbewegten Drahtzng wird eine Änderung am Stcllwcrkhebel bewirkt,
wodurch der Wärter Kenntnis von dem Aufschneiden erhält (vergl. S. 292). Endlich ist auch
noch für den Fall eines Drahtbruches eine Sicherung für das feste Anliegen der Weichen-
zungen getroffen, indem in jede Drahtleitung neben der Riegelrolle eine sogenannte Draht
rißsperre eingeschaltet ist. Reißt in Abb. 317 z. B. der untere Draht, so zieht die gezeichnete
Spiralfeder einen kleinen Winkelhebel an, dessen freies Ende in die Nut einer Führungsstange
schlägt und sich gegen die Stirnfläche der Nut stemnit, dadurch eine Drehung der Riegelrolle
nnd ein Abklappen der Zunge wirksam verhindernd. Auch für diesen Zweck sind sehr ver
schiedene Anordnungen erdacht worden.
Zwischen einem deutschen und einem englischen oder amerikanischen Stellwerk besteht
hiernach ein wesentlicher Gegensatz, der namentlich durch die in Deutschland gestellten hohen
Anforderungen an die Aufschneidbarkeit der Weichen, durch die Drahtzugbewegung n. s. w.
hervorgerufen ist.
Ausgleichvorrichtungen. Die Weichen- und Signalleitungen werden durch die
Wärmeuntcrschiede länger und kürzer, was das Umlegen der Weichen und Signale unter
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316. Misfmgs Kpitzermerschlutz mit Nlilchrrbostrn.