Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Brücken  und  Viadukte.

Caissons  geschah.  Man  versteht  hierunter  eiserne  cylinderförmige  Behälter,  deren
Boden  offen  ist,  während  sich  in  der  Decke  eine  Luftschleuse  befindet.  Der  Caisson  wird
durch  das  Wasser  auf  die  Sohle  hinabgelassen  und  alsdann  Luft  in  ihn  gepreßt,  wodurch
das  in  ihm  befindliche  Wasser  herausgedrückt  wird  und  die  Arbeiter  in  seinem  Inneren
die  Erde  oder  den  Fels  an  der  Sohle  beseitigen  können.  Damit  die  eingepreßte  Luft
nicht  entweichen  kann,  ist  die  bereits  erwähnte  Luftschleuse  eingebaut,  durch  welche  sich
die  Arbeiter  ein-  und  ausschleusen  und  auch  das  gewonnene  Ausbruchmaterial  geschafft
wird.  Die  Eisenteile  wurden  unmittelbar  in  den  ausgedehnten,  an  der  Brückenbaustelle
errichteten  Werkstätten  bearbeitet.  Die  Hauptschwierigkeit  bot  die  Herrichtung  der  Stahlplatten ­
  zu  den  Rohrgliedern,  aus  welchen  die  Hauptbrückenteile  bestehen.  Zu  diesem

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411.  TrilairabriirKr  (Krwrrglmlin).

Zwecke  mußten  zunächst  die  mächtigen  Platten  in  Gasöfen  bis  Rotglut  erhitzt  werden,
worauf  sie  mit  Pressen,  die  einen  Gesamtdruck  bis  zu  800  000  kg  auszuüben  vermochten,
gekrümmt  wurden.  Der  Aufbau  der  Brücke  geschah  in  der  Weise,  daß  zunächst  die  Pfeiler
der  Brücke,  von  welchen  einer  auf  der  kleinen  Insel  Jnch-Garvie  zu  stehen  kam,  erbaut
wurden,  wie  dieses  Abb.  408  zeigt.  Bon  diesem  Pfeiler  aus  begann  man  alsdann  nach
beiden  Seiten  die  unteren  Teile  der  Hauptträger  vorzubauen,  die  durch  die  von  oben  nach
unten  schräg  lausenden  Teile  (Diagonalen)  gehalten  wurden.  Der  obere  ausgebaute
Trägerteil  fand  durch  die  schräg  nach  dem  Fußpunkt  der  Pfeiler  zulaufenden  Stützen  seinen
Halt.  Auf  diese  Weise  ist  der  210  in  auskragende  Teil  erbaut  worden,  gewiß  ein  kühnes
und  geniales  Verfahren.  Unsere  Tafel  gibt  ein  anschauliches  Bild  dieses  gewaltigen
Baues  während  der  Ausführung,  ebenso  läßt  die  Abb.  409  die  kolossalen  Abmessungen
dieses  Werkes  klar  in  die  Erscheinung  treten.  Der  mittlere  Brückenteil  (106  m)  wurde
nach  Fertigstellung  der  auskragenden  Brückenenden  eingebaut.  Wie  Abb.  408  zeigt,  wurden
um  die  einzelnen  Konstruktionsglieder  Nietkäfige  angebracht,  die  dem  fortschreitenden
Arbeitsgange  entsprechend  höher  resp.  vorgeschoben  wurden.  In  diesen  Schutz-  und
            
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