Verschiedenheit der Stauhöhe. 441
richtungen, die den Ansprüchen der Fischerei ihr Recht werden lassen und die weiterhin
besonders beschrieben sind.
Alle diese Fragen sind im Einzelfalle zu prüfen, und danach ist der Entwurf so zu
gestalten, daß sich widerstreitende Ansprüche möglichst ausgleichen. Um für das allgemeine
Wohl einen größeren Vorteil zu erreichen, muß jeder auf den Teil seiner Forderungen,
welcher für andere zu schweren Benachteiligungen und Belästigungen führen würde, ver
zichten. Bei der Anlage einzelner Bauwerke wird man, wie bei allen Bauten, die dem
öffentlichen Verkehr dienen, gleich bei dem ersten Entwurf sorgen müssen, daß eine Ver
besserung und Vergrößerung ausführbar bleiben, und solche nicht etwa durch eine übel an
gewandte Sparsamkeit unmöglich gemacht werden. Die Ausführungen und Anordnungen
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446. Lazeplon des Durchstiches von JanuschKowitz.
Noch „Zeitschrift für Bauwesen".
hängen im Einzelfalle von örtlichen Umständen, von den Ansprüchen und Eigenarten des
zu bewältigenden Verkehrs und nicht zum wenigsten von den verfügbaren Mitteln ab.
So zeigt denn als Folge dieser verschieden wirkenden Einflüsse jeder ausgeführte
Fall vor dem anderen eine sehr große Verschiedenheit. Die Stauhöhen wechseln von
wenigen Dezimetern in den Flüssen der holländischen Tiefebene bis zu solchen von über
4 m, die in der kanalisierten Seine vorkommen. Im allgemeinen werden die zulässigen
Stauhöhen vom Meer aus landeinwärts zunehmen, da aber das Gefälle der Flüsse eben
falls und zwar in stärkerem Maße wächst, wird sich dies nicht in einer Verlängerung der
Haltungen äußern können. Je weiter aufwärts ein Fluß kanalisiert ist, um so mehr
werden sich die Stauwerke nähern, bis endlich die Kosten derselben so groß werden, daß
der Ausbau zu einer Schiffahrtsstraße nicht mehr mit Nutzen erfolgen kann.
Jede einzelne Staustufe besteht aus zwei Bauwerken, dem Wehr und einem Hebe
werke, das den Schiffen die Überwindung des an dieser Stelle zusammengefaßten Ge-
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