Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

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Allgemeine Anordnung der Flußhäfen. 
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wo eine große Stadt von einem schiffbaren 
Wafferlauf durchflossen wird; dort ist das 
ganze Ufer von Landungsstellen und Lager 
plätzen eingenommen. 
Bei unserem Klima muß stets ein sicherer 
Platz für die Schiffe vorhanden sein, wohin 
sie bei Hochwasser und Eisgang flüchten können. 
Man legt daher vielfach da, wo bereits ein 
größerer Verkehr stattfindet, neben dem Um 
schlagsplatz hochwasserfreie, geschlossene Hafen 
becken an. Diese werden stets mit Lade- und 
Löschvorrichtungen versehen, da dort, wo ganze 
Schleppzüge umzuladen sind, keine Schwierig 
keiten bestehen, die Schiffe vom Fluß in den 
Hafen zu bugsieren. So sind die meisten Ver 
kehrs- und Winterhäfen entstanden. Eine Aus 
nahme bilden solche Plätze, wie Kosel, Frank 
furt a. M. und andere, die an den Endpunkten 
erst neuerdings schiffbar gemachter Wasser 
straßen liegen. Dort entschloß man sich gleich 
zu eigentlichen Hafenanlagen, weil daselbst 
naturgemäß kein durchgehender Schiffsverkehr 
stattfinden kann, und außerdem ein Über 
wintern besonders vorteilhaft ist. 
Den Platz für ein Hafenbecken bestimmen 
im Einzelfalle wirtschaftliche, technische und 
finanzielle Rücksichten. Hier kann nur auf die 
technischen eingegangen werden. Zunächst ist 
die Mündung in zweckentsprechender Weise 
anzulegen und auszugestalten. Sie soll so 
breit sein, daß zwei Schiffe zu gleicher Zeit 
bequem ein- und ausführen können, und so 
liegen, daß in keinem Fall sich eine Sinkstoff 
bank hei der Wanderung thalabwärts davor 
legen kann. Die Stellen, die hiergegen am 
meisten Schutz gewähren, sind die konkaven 
Ufer der Krümmungen, wo sich ständig die 
größte Fahrtiefe befindet und ein Ansammeln 
von Sinkstoffen nicht zu erwarten steht. 
Die Einfahrt wird gewöhnlich an dem 
am meisten stromabwärts gelegenen Ende des 
Hafens angebracht, und zwar so, daß die zu 
Berg fahrenden Schiffe sie ohne scharfe Wen 
dung gewinnen können. Manchmal liegt, wie 
in Mainz oder Ludwigshafen die Einfahrt in 
der Mitte des Beckens. Die erstgenannte An 
ordnung ist aber für die Schiffer bequemer 
und wird deshalb meist angewendet, zumal 
auch bei ihr das Eindringen von Eisschollen in 
den Hafen unmöglich ist und bei Hochwasser 
nur durch Stau von unten her eine Hebung 
des Spiegels eintreten kann. Will man auch 
diese vermeiden, so bringt man in der Mün 
dung eine Sperrschlcuse an, eine Einrichtung, 
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