Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

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Einrichtungen der Flußhäfen. 
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daher meistens die für tiefer liegenden Baugrund üblichen Verfahren an. Vor allem 
häufig sind Pfahlrostgründungen, aber auch solche auf Brunnen oder Senkkästen kommen 
vor. Läßt sich der tragfähige Grund gar nicht erreichen, so muß man durch Steinschüttung 
oder Senkstücke eine Unterlage schaffen, auf der man das Bauwerk sicher in die Höhe 
führen kann. Bei der Ausmauerung kann man durch passend angeordnete Hohlräume, 
die mit leichterem und billigerem Material gefüllt sind, Gewicht und Kosten des Bauwerks 
erheblich vermindern. In der Höhe der Erdoberfläche wird die Mauer mit besonders 
barten Steinplatten gut abgedeckt, um sie vor dem Einflüsse der Witterung zu schützen. 
Wie beim Bollwerk sind auch bei Ufermauern Prell- und Haltepfähle nötig. In 
verschiedener Höhe eingelassene Ringe dienen ebenfalls der Schiffsbefestignng. Ist 
wegen stark ivechselnder Wasserstände die Mauer besonders hoch, so darf nicht unterlassen 
werden, Treppen und Leitern in sie einzubauen, um vom Ufer aus bequem die Schiffe 
erreichen zu können. Des weiteren muß stets für leistungsfähige Hebevorrichtungen 
zum Umladen der Güter gesorgt werden, ebenso für ausreichende Speicherräume und 
Freilagerplätze. Eine gute 
Ausstattung in beiderlei Hinsicht 
ist für die ganze Anlage von 
größter Wichtigkeit. Bei An 
schaffung der Hebe- und Speicher 
einrichtung soll man sich stets die 
neuesten Erfindungen und Er 
fahrungen zu nutze machen. Be 
sonders darf man mit maschi 
neller Ausstattung nicht zu spar 
sam sein, weil die Schiffahrt 
leichter geringe Abgaben für die 
Verzinsung solcher Einrichtungen 
ertragen kann, als den Schaden, 
der ihr aus überlangem Warten 
wegen ungenügender Löschvor 
richtungen erwächst. Sv kann 
ein Elbschiff nur ein Viertel der 
Schiffahrtszeit zur eigentlichen 
Fahrzeit benutzen, die übrige 
Zeit liegt es still, und zwar 
einen beträchtlichen Teil davon, 
um auf seine Entladung zu 
warten. Es müssen eine Anzahl fahrbare Kräne vorhanden sein, die im stände sind, 
Lasten bis zu etwa 2000 kg zu heben. Die Krangleise gehen längs der ganzen Hafen- 
einfassung hin, damit das Becken vollständig ausgenutzt werden kann. Für besonders 
schwere Lasten wird ein fester Kran vorgesehen, der etwa 6000 bis 12000 kg zu heben 
vermag. Als Betricbskraft für die Hebeanlagen wendet man Menschenkraft, Dampf, 
Druckwasser oder Elektrizität an. 
Ist es notwendig vorzusehen, daß die Güter unmittelbar von der Bahn ins Schiff 
oder umgekehrt verladen werden, so sind längs der Ufermauern Ladegleise nötig. Hinter 
diesen liegen Freilagerplätze oder Schuppen, wo dasjenige aufgestapelt werden kann, was 
vor der Weiterbeförderung einige Zeit im Hafen lagern muß. Längs dieser Bauten sind 
an der Landseite wiederum Gleisanlagen angeordnet, damit hier ein Ent- und Beladen 
der Bahnwagen erfolgen kann, und so der Raum am Hafen zur Abwickelung des un 
mittelbaren Umschlags nicht verringert wird. Die Lagerschuppen sind im allgemeinen 
ihrer Bauart nach nicht von den an der Eisenbahn üblichen unterschieden. Sie haben oft 
an allen vier Seiten Laderampen. Auf der dem Hafen zu liegenden vollzieht sich der 
Verkehr mit den Schiffen, landwärts der mit der Eisenbahn. Auf den übrigbleibenden 
beiden Querseiten hält das Fuhrwerk, das bei dieser Anlage möglichst wenig von der 
469. Allerschnitt einer Kaimauer mit Ateiiliiistenfuttdierung. 
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