Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Flußhäfen.

eigene  Schwere  in  einer  Rinne  oder  Rutsche  ins  Schiff  gleiten  läßt.  Auf  die  Kohlenkipper ­
  wird  bei  Besprechung  der  Seehäfen  zurückgekommen  werden.  —  Auch  für  manche
andere  Güter,  wie  z.  B.  Erze,  sind  da  und  dort,  wo  sie  in  großer  Menge  zur  Verladung
kommen,  besondere  Einrichtungen  getroffen.
Für  die  Beaufsichtigung  des  Verkehres  und  die  Überwachung  der  Ordnung  im  Hafen
sind  geeignete  Maßnahmen  zu  treffen,  und  den  mit  ihrer  Ausführung  betrauten  Beamten
ist  durch  Einrichtung  von  Diensträumen  ein  Unterkommen  zu  schaffen,  ebenso  wie  in  den
Speichern  zur  Erledigung  der  dort  notwendigen  kaufmännischen  Arbeiten  Räume  vorzusehen ­
  sind.
Zur  Vollendung  einer  Hafenanlage  gehört  ein  Bahnhof,  der  es  gestattet,  die  beladenen ­
  Wagen  zu  Zügen  zusammenzustellen,  welche  ohne  weiteres  auf  die  Linien  des
Bahnnetzes  übergehen  können;  denn  nur  dann,  wenn  Eisenbahn  und  Wasserstraßen  zu
einem  Ganzen  verbunden  sind,  ist  von  beiden  der  größtmögliche  Nutzen  zu  erwarten.
Die  beschriebenen  Einrichtungen  eines  Hafens  lassen  erkennen,  wie  viel  notwendig
ist,  damit  er  seinen  Zweck  vollkommen  erfüllt  und  das  aufgewandte  Geld  entsprechend  verzinst ­
  wird.  Je  nach  den  Anforderungen  des  Verkehres  und  je  nach  den  örtlichen  Zuständen
werden  die  Ausgaben  verschieden  sein.  Welche  erheblichen  Summen  in  neuerer  Zeit  auf
die  Verbesserung  resp.  auf  die  Neuschaffung  von  Hafenanlagen  für  Flußschiffe  in  einzelnen ­
  deutschen  Städten  ausgegeben  worden  find  resp.  aufgewendet  werden  sollen,  geht
aus  der  nachfolgenden  Zusammenstellung  hervor.

Namen  der  Stadt

Einwohnerzahl

Kosten  für  Hafenanlagen,  Lösch-.
Lade-  und  Lagerungtzvorrichmngen
!  Auf  den  Kopf
Im  ganzen  der
Mark  Bevölkerung

Schiffs-  und
Eisenbahnverkehr  im
Jahre  1893
t

Berlin

1  676  000

4  500  000

2,7  Mk.

10  549  000

Duisburg

70  000

6  000  000

85,3  „

9  606  000

Mannheim

91  000

24  250  000.

267,4  „

5  823  000

Breslau

373  000

3  500  000

9,4  „

4  117  000

Köln

334  000

12  000  000

35,9  „

2  882  000

Düsseldorf

176  000

9  985  000

56.7  „

2  787  000

Magdeburg

214  000

7  672  000

35,8  „

2  707  000

Frankfurt  a.  M

223  000

6  316  700

27,6  „

2  395  420

Mainz

77  000

8  852  000

115  „

547  731

Dortmund

111  000

5  650  000

50,8  „

(in  der  Ausführung)

Wie  aus  dieser  Zusammenstellung  hervorgeht,  wendet  Berlin  den  geringsten  Betrag
pro  Kopf  für  seinen  Schiffsverkehr  auf.  Trotzdem  die  Spree  im  Verhältnisse  zu  anderen
Flußläufen  sehr  unbedeutend  ist,  so  kann  sich  dieselbe  dennoch,  was  den  auf  ihr  sich  abwickelnden ­
  Warenverkehr  anbetrifft,  stolz  mit  den  bedeutendsten  Strömen  des  europäischen
Kontinents  messen.
Nachstehende  Zahlen  geben  einen  Überblick  über  den  Binnenschiffahrtsverkehr  deutscher
Städte  im  Jahre  1894:

Berlin  .  .
Hamburg  .
Duisburg  .
Mannheim
Magdeburg
Breslau  .
Frankfurt  a.  S

5  045  000  t
4  160  000  „
3  952  000  „
3  662  000  „
1  650  000  „
1  582  000  „
859  000  ..

Dresden  .
Köln  .  .
Königsberg
Bremen
Düsseldorf
Straßburg
Mainz

709  000  t
663  000

250  000  bis  350  000
            
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