Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Seehasen.

schrauben  selbstthätig  sich  fortbewegt.  Damit  der  Krau  zugleich  zu  Feuerlöschzwecken
verwendet  werden  kann,  ist  er  noch  mit  einer  kräftigen  Duplexpumpe  ausgestattet.
Da  die  Schiffe  in  Zwischenhäfen,  deren  Ausstattung  mit  Kränen  noch  zu  wünschen
übrig  läßt,  auf  ihre  eigenen  Lösch-  und  Ladevorrichtungen  angewiesen  sind,  werden  die
großen  transatlantischen  Dampfer  mit  einer  größeren  Anzahl  Kräne  versehen,  mit  denen
das  Löschen  und  Laden  auf  offener  Reede  ebenso  rasch  vor  sich  geht,  wie  an  dem  Kai
eines  gut  ausgerüsteten  Hafens.  So  trägt  der  Schnelldampfer  „Kaiser  Wilhelm  1t."
vom  Norddeutschen  Lloyd  4  hydraulische  Kräne  von  2500  kg  und  2  von  1200  kg  Tragfähigkeit ­
  an  Bord,  für  welche  das  Druckwasser  von  circa  90  Atmosphären  Druck  durch
eine  eigene  Betriebsmaschiue  von  100  Pferdekräften  erzeugt  wird.  Es  ist  dies  die  erste
derartige  hydraulische  Anlage,  die  von  einer  deutschen
Firma,  Haniel  und  Lueg  in  Düsseldorf,  hergestellt  ist.
Zum  Verbringen  der  Güter  in  die  Speicher  werden
statt  der  Kräne  meist  Winden  oder  Aufzüge  verwendet,
weil  die  Lasten  bei  der  großen  Höhe  beim  Aufwinden ­
  durch  Kräne  zu  sehr  ins  Schwingen  geraten.
Die  Aufzüge  gestatten  das  bequeme  Aufsetzen  und
Abnehmen  der  Waren  und  sind  ebenso  geeignet  zur
Förderung  großer  Einzellasten,  wie  zur  Aufnahme
vieler  kleinerer  Stückgüter  oder  von  Per-\
  fönen.  Namentlich  wenn  die  Waren  vorder
\  Beförderung  in  die  oberen  Stockwerke  der
Speicher  unten  noch  nachgesehen  oder  gewogen ­
  werden  müssen,  sind  Aufzüge  im
Inneren  der  Gebäude  weit  bequemer  und
vorteilhafter  als  Kräne  an  der  Außenseite.

514.
Kchwimmkrari.

Zum  Löschen  von  Getreide,  Salz,  künstlichem  Dünger  und  ähnlichen  pulverigen
Massen  sowie  Kohlen  aus  den  Schiffen  dienen  die  bereits  bei  Beschreibung  der  Flußhäfen ­
  erwähnten  Elevatoren.
Eine  großartige  Ausbildung  haben  die  Vorrichtungen  zum  Verladen  von  Kohlen
aus  den  Eisenbahnwagen  in  die  Schiffe  in  England  erfahren,  wo  im  Osten  aus  den
Häfen  am  Tyne  und  au  der  Westküste  in  den  Häfen  von  Cardiff,  Swansea  und  in  den  Barry-Docks
  an  der  Mündung  des  Severn  eine  riesige  Ausfuhr  von  Kohlen  stattfindet.  Das
Festland  besitzt  erst  wenige  solcher  Anlagen,  weil  die  Kohlenaussuhr  nur  unbedeutend  ist.
Im  neuen  Hafen  vcn  Bremen  ist  Ende  der  80er  Jahre  ein  Kohlensturzkran  (Abb.  517)
aufgestellt  worden,  nm  solche  Schiffe  mit  Steinkohlen  zu  beladen,  die  sonst  ohne  Fracht
oder  mit  Ballast  in  See  gegangen  wären.  Die  Eisenbahnwagen  werden  einzeln  auf  eine
versenkte  Bühne  aufgefahren,  der  Kran  hebt  die  Bühne  mit  dem  Wagen  hoch,  dreht  dieselbe
über  die  Schiffsbrücke  und  bringt  sie  in  eine  solche  geneigte  Lage,  daß  der  Wagen  seinen
Inhalt  durch  die  geöffnete  Seitenwand  über  Kopf  entleert.  Die  Gebühr  für  die  Benützung
des  Kohlensturzkranes  beträgt  1  Pf.  für  den  Zentner.  Die  Beladung  der  Dampfschiffe  mit
den  Bunkerkvhlen  für  den  eigenen  Bedarf  erfolgt  dort  von  Lagerplätzen  aus  mit  Kübeln,
oder  vom  Bahnwagen  aus  mit  den  gewöhnlichen  Kränen.  Die  Kohlensturzvorrickitungen
müssen  eine  möglichst  rasche  und  billige  Beladung  der  Schiffe  ermöglichen;  aber  neben  der
            
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