Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Seeschiffahrtsverkehr  deutscher  Seehäfen.

477800—691700  1

1880  die  Zahl  der  Schiffe  5582,  ihre  durchschnittliche  Größe  in  Registertonnen  430
1890  „  „  „  „  7600  „  „  „  „  „  581
1895  „  „  „  „  8928  „  „  „  „  „  667
Im  Jahre  1896  kamen  10  477  Seeschiffe  mit  einer  Gesamtgröße  von  6  445161  Registertonnen ­
  in  Hamburg  an  und  gingen  10  371  Schiffe  mit  6  300  458  Registertonnen  ab.
Im  Jahre  1898  betrug  die  Zahl  der  ankommenden  Schiffe  12  523  und  deren  Raumgehalt
7  354  118  Registertonnen.  Während  im  Jahre  1888  nur  3  Schiffe  mit  einem  Tiefgang
von  über  7  in  im  Hamburger  Hafen  anlangten,  betrug  diese  Zahl  1897  bereits  214.
Hierunter  befanden  sich  52  Schiffe  von  7,5  und  19  Schiffe  von  7,8  in  Tiefgang.
Wer  das  lebhafte,  hoch  interessante  Treiben  auf  der  Elbe  und  in  den  Hafenbassins
nicht  mit  eigenen  Augen  gesehen  hat,  vermag  sich  nur  schwer  ein  Bild  dieser  Geschäftigkeit
vorzustellen,  mit  der  sich  hier  die  Abwickelung  des  Verkehrs  vollzieht.  Die  Abb.  148  gibt
ein  Bild  des  Segelschiffhafens,  d.  h.  eines  der  zahlreichen  Becken,  aus  denen  sich  der  gesamte ­
  Hafen  zusammensetzt.
rn  Um  die  Bedeutung  Hamburgs  im  Ver--j
  gleich  zu  den  übrigen  deutschen  Seeschiffahrt
treibenden  Städten  zu  erkennen,  sind  nachstehend
die  in  Betracht  kommenden  Zahlen  gegeben,
allerdings  beziehen  sich  diese  Zahlen  auf  das
^  Jahr  >894.
Seeschiffahrtsverkehr  deutscher  Seehäfen
im  Jahre  1894
Hamburg  6151900  1
Stettin  1481000  „
Danzig
Kiel
Bremen
Lübeck
Königsberg
Köln  63  600  1
Duisburg  46  300  „
Düsseldorf  40  300  „
Amsterdam,  das  nordische  Venedig,
hat  durch  die  Verbesserung  der  durch  den
Nordseekanal  gebildeten  Zufahrtsstraße  einen
bedeutenden  Aufschwung  genommen.  Dieser
Kanal  erfährt  gegenwärtig  eine  Verbreiterung
und  eine  Vertiefung.  Durch  Hinzufügung  einer
dritten  Schleuse  an  der  Ausmündung  des  Kanals  in  das  Meer  ist  den  größten  Dampfern
die  Möglichkeit  gegeben,  in  den  Kanal  einzulaufen.
Die  Zahl  der  in  Amsterdam  ankommenden  Schiffe  hat  sich  von  1666  Schiffen
im  Jahre  1871  auf  1940  im  Jahre  1897  gehoben,  dabei  ist  der  Schiffsgehalt  von
419  000  Registertonnen  auf  2  174  000  Registertonnen  gestiegen,  erreicht  jedoch  noch
nicht  die  Hälfte  der  für  Rotterdam  gültigen  Zahlen.
In  Verbindung  mit  dem  Nordseekanal  sind  in  Amsterdam  umfangreiche  Hafenanlagen ­
  geschaffen  worden,  von  denen  das  neue  Entrepotdock  besonders  zu  erwähnen  ist.
Odessa,  eine  Schöpfung  der  neueren  Zeit,  hat  innerhalb  verhältnismäßig  kurzer
Zeit  einen  großen  Aufschwung  genommen.  Wo  heute  der  schöne  Boulevard  von  Odessa
sich  erstreckt,  lag  vor  hundert  Jahren  eine  türkische  Burg,  um  welche  sich  ein  tatarisches
Dorf  gruppierte,  das  sich  innerhalb  der  kurzen  Spanne  Zeit  in  die  heutige  Stadt  verwandelt ­
  hat.  Die  Hafenbassins,  durch  Molen  voneinander  getrennt,  liegen  am  Fuße
eines  etwa  50  irr  hoch  ansteigenden  Plateaus  und  gewähren  in  Verbindung  mit  den  auf
dieser  Anhöhe  liegenden  Gebäuden  ein  sehr  schönes  Panorama.  Die  sämtlichen  Hafeneinschnitte ­
  sind  durch  einen  1300  in  langen  Wellenbrecher  und  durch  den  Quarantäne-525.

  Pumpenbagger.
            
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