Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

Taucherausrüstung.

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Dir  Tsuchrrkunst  und  die  Hebung  und  Bergung  verunglückter  Schiffe.
Dir  Taucherkunst.
Bei  der  vielfachen  Berührung,  in  welche  der  Mensch  schon  frühzeitig  mit  dem
Wasser  trat,  mußte  der  Wunsch  entstehen,  das  Hindernis,  welches  dieses  nicht  selten  den
Werken  von  Menschenhänden  bereitet,  zu  beseitigen.  Es  galt,  auch  den  unterhalb  des
Wasserspiegels  liegenden  Raum  dem  Menschen  zugänglich  zu  machen  und  ihn  zu  befähigen,
in  und  unter  dem  Wasser  längere  Zeit  verweilen  zu  können.  Das  Gebiet,  auf  welchem
sich  die  Taucherkunst  zu  bethätigen  hat,  ist  im  Laufe  der  Zeit  ein  immer  größeres  geworden. ­
  Durch  diesen  ausgedehnteren  Wirkungskreis  hat  naturgemäß  die  Ausbildung
aller  hierfür  erforderlichen  Apparate  eine  große  Förderung  erfahren.  Der  Taucher  findet
heute  Verwendung  bei  dem  Wegräumen  von  Pfählen,  Steinen  und  sonstigen  Hindernissen, ­
  er  wird  verwendet  zur  Ausführung  von  Verbolzungen  und  anderen  unter  Wasser
zu  beschaffenden  Arbeiten,  zu  Untersuchungen
der  verschiedensten  Art,  bei  der  Megschaffung
oder  Hebung  gesunkener  Schiffe  u.  s.  w.
Um  dem  Menschen  ein  längeres  Verweilen ­
  unter  Wasser  zu  ermöglichen,  muß
ihm  das  Wasser  ferngehalten  und  er  mit
frischer  atmosphärischer  Luft  versorgt  werden.
Durch  Übung  wird  es  zwar  dem  Menschen
möglich,  ohne  alle  Hilfsmittel  einige  Zeit
unter  Wasser  zu  verweilen,  diese  Zeit  ist
jedoch  sehr  beschränkt  und  würde  für  die
Beschaffung  der  meisten  Arbeiten  nicht  ausreichend ­
  sein.  Dieses  Tauchen  ohne  Hilfsmittel ­
  wird  namentlich  bei  der  Perlen-  und
Schwammfischerei,  sowie  bei  der  Bernsteiuund
  Korallengewinnung  nutzbringend  ausgeübt. ­
  Frühzeitig  beginnen  die  Knaben  dieses
Gewerbe  zu  üben,  wenn  auch  zunächst  das
Tauchen  als  Spielerei  getrieben  wird,  indem
die  Knaben  nach  ins  Wasser  geworfenen  Geldstücken ­
  tauchen,  wobei  sie  so  flink  und  geschickt
sind,  daß  sie  dasselbe  auffangen,  ehe  es  tiefere  Regionen  erreicht  hat.  Aber  bei  der  größten
Übung  ist  es  nicht  möglich,  die  Tauchzeit  länger  als  2  Minuten  auszudehnen,  und  selbst
diese  Zeit  wird  nur  sehr  selten  erreicht,  im  allgemeinen  vermag  ein  geübter  Taucher  nicht
länger  als  eine  Minute  unter  Wasser  zu  bleiben.  Zwei  Umstände  sind  es,  welche  das
natürliche  Tauchen  beeinträchtigen,  der  Luftmangel  und  der  Druck,  welcher  sich  einem
etwaigen  Einatmen  der  Luft  entgegenstellt.  Frühzeitig  suchte  man  Vorkehrungen  zu  ersinnen, ­
  die  diese  Hindernisse  beseitigen  sollten.  Ein  umgestürzter  Kessel,  welchen  der
Taucher  über  seinen  Kopf  stülpte,  war  der  erste  primitive  Taucherapparat,  welchen  bereits
Aristoteles  erwähnt  und  der  sich  Jahrhunderte  erhielt,  da  noch  im  Jahre  1538  vor  Kaiser
Karl  V.  zu  Toledo  dieses  Experiment  ausgeführt  wurde.  Endlich  wurde  dieser  Kessel
durch  einen  viereckigen  Kasten  ersetzt.  Mit  einem  solchen  Kasten,  der  eine  gewisse  Ähnlichkeit ­
  mit  den  heutigen  Taucherglocken  auswies,  wurden  Wertstücke  der  an  der  Westküste
Schottlands  untergegangenen  sogenannten  unüberwindlichen  spanischen  Flotte,  der  Armada,
gehoben.  Dem  englischen  Astronomen  Halley  (gest.  1742)  gebührt  das  Verdienst,  die
erste  bessere  Taucherglocke  konstruiert  zu  haben.
Eine  ganz  wesentliche  Verbesserung  erhielten  die  Tancherapparate  einige  Jahrzehnte
später  durch  den  englischen  Ingenieur  und  früheren  Mechaniker  Smeaton,  indem  dieser
der  Glocke  mit  Hilfe  einer  Luftpumpe  frische  Lust  zuführte,  so  daß  die  Taucher  fortan
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SS?.  Tanchcrlirlm  mit  Verschluß.
            
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