Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

Schnelldampfer.  615

gegnett,  baute  die  „Cunard-Linie"  die  „Scotia"  von  115,s  ui  Länge,  bekannt  als  der  letzte
große  transatlantische  Raddampfer,  welcher  die  Ozeanfahrt  in  neun  Tagen  zurücklegte.
Im  Jahre  1862  folgte  seitens  der  „Cunard-Linie"  der  erste  Schraubendampfer  „China",
während  die  „Jnman-Linie"  bei  der  „City  of  Paris"  —  das  erste  Schiff  dieses  Namens  —
und  der  „City  of  Brussels"  die  Compoundmaschine  zur  Verringerung  des  Kohlenverbrauchs ­
  einführte.  Später  trat  im  Jahre  1874  die  „White  Star-Linie"  mit  zwei
Dampfern,  „Britannic"  und  „Germanic",  auf  den  Plan,  während  die  1863  errichtete
„Guion-Linie"  im  Jahre  1879—1881  mit  den  Schnelldampfern  „Arizona"'  „Alaska"
und  „Oregon"  die  Reise  von  Liverpool  nach  New  Jork  auf  7  Tage  herunterdrückte.  Im
Jahre  1881  stellte  die  „Cunard-Linie"  infolgedessen  die  „Servia",  die  „Jnman-Linie"
die  später  an  die  „Anchor-Linie"  verkaufte  „City  of  Rome"  in  Fahrt,  es  folgten  1884
die  „Umbria"  und  „Etruria",  während  der  „Norddeutsche  Lloyd"  von  1881  —1889  neun

Schnelldampfer  erbauen  ließ,  von  der  „Elbe"  mit  l6  Seemeilen  Geschwindigkeit  beginnend
bis  zur  „Lahn"  mit  18  Seemeilen.  Dann  übernahm  die  „Jnman-Linie"  im  Jahre  1888
die  Führung  durch  den  Bau  und  die  Jnfahrtsetzung  der  ersten  Doppelschrauben-Schnelldampfer,
  der  neuen  „City  of  Paris",  welche  durch  den  Zusammenbruch  ihrer
Maschine  im  März  1890  zu  so  trauriger  Berühmtheit  gelangt  ist,  sowie  der  „City
of  New  Port".  Schiffe  von  13000  t  Deplacement  und  zwei  dreifachen  Expansionsmaschinen ­
  von  zusammen  20  600  indizierten  Pferdestärken,  welche  die  Ozeanfahrt  in
sechs  Tagen  forcierten.  Es  folgte  im  Jahre  1889—1891  die  „Hamburg-Amerikanische
Paketfahrt"  mit  den  in  England  erbauten  Doppelschraubenschiffen  „Columbia"  und
„Normannia",  sowie  mit  den  ersten  auf  deutscher  Werft  („Aktiengesellschaft  Vulkan"  bei
Stettin)  erbauten  Doppelschraubenschiffen  „Augusta  Victoria"  und  „Fürst  Bismarck",
Schiffen  von  rund  10  500  t  Deplacement  und  zwei  dreifachen  Expansionsmaschinen  von
zusammen  16  000  indizierten  Pferdestärken,  ferner  die  „White  Star-Linie"  mit  der
„Teutonic"  und  „Majestic"  von  12  000  t  Deplacement  und  Maschinen  von  18  000  bis
            
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