Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Die  ersten  Panzerschiffe.
Unter  richtiger  Würdigung  dieser  glänzenden  Erfolge  befahl  Napoleon  III.  sofort
den  Bau  des  ersten  Hochseepanzerschiffes  „Gloire",  dessen  Stapellegung  nach  den
Plänen  von  Dupuy  de  Lome  im  Mai  1858  zu  Toulon  stattfand  und  welchem  im  Laufe
desselben  Jahres  die  drei  Schwesterschiffe  „Normandie",  „Jnvincible"  und  „Couronne"
folgten.  Die  „Gloire"  war  aus  Holz  gebaut  und  hatte  eine  Länge  zwischen  den  Perpendikeln ­
  von  76,8  in,  eine  Breite  von  17,o  m  und  ein  Deplacement  von  5618  t.  Sie  führte
36  gezogene  16  cm-Geschütze  und  erreichte  bei  einer  Maschinenkraft  von  800  nominellen
Pferden  eine  Geschwindigkeit  von  12^  Seemeilen.  Das  Schiff  erhielt  über  die  ganze
Länge  einen  Eisenpanzer  von  120  mm  Dicke,  dessen  Platten  auf  der  äußeren  Holzbeplankung ­
  mit  starken  Holzschrauben  befestigt  waren.  Die  Stapellegung  der  „Gloire"
wurde  anfangs  von  den  übrigen  Seemächten  keineswegs  als  der  Ausgangspunkt  zu  einer

625.  Schnitt  durch  den  Masch  menraum  des  „Marrior".
Nach  „The  Engineer“.

vollkommenen  Umgestaltung  des  Kriegsschiffbanes  angesehen,  im  besonderen  erklärte  man
in  England  diese  Bauweise  anfänglich  für  ein  sehr  kostspieliges  Experiment.  Dessenungeachtet ­
  wartete  man  den  Stapellauf  der  „Gloire"  in  England  gar  nicht  ab,  sondern
folgte  wohl  oder  übel  dem  kostspieligen  Wege  Frankreichs,  indem  man  im  Mai  1859
den  Bau  zweier  Panzerschiffe  von  größeren  Abmessungen  „Warrior"  (Abb.  625)  und
„Black  Prince"  befahl.  Die  Hauptdimensionen  der  Schiffe,  deren  Pläne  von  Watts
entworfen  waren,  sind  folgende:  Länge  zwischen  den  Perpendikeln  116,82  m,  größte  Breite
17,68  in,  mittlerer  Tiefgang  8,1  m,  Deplacement  9137  t.  Der  „Warrior"  führte  8  achtzöllige ­
  und  24  siebenzöllige  Geschütze.  Die  Maschine  indizierte  5500  Pferde  und  erzielte
eine  Geschwindigkeit  von  14,3  Seemeilen.  Beide  Schiffe  waren  Eisenkonstruktionen.  Überhaupt ­
  ging  England  sofort  zum  Eisenschiffbau  über,  während  in  Frankreich  bis  zu  Anfang
der  70  er  Jahre  alle  Panzerschiffe,  etliche  Versuchsbauten  ausgenommen,  aus  Holz  gebaut
wurden.  „Warrior"  und  „Black  Prince"  erhielten  einen  eisernen  Panzer  von  114  mm
Stärke.  Die  Platten  wurden  in  Verbindung  mit  einer  doppelten  Lage  Teakholz  von
            
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