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Einleitung.
schiedenen Gemeinden wird durch das Niederlassungsrecht
regulirt, welches in einer Unmasse von Fällen zwangsweisen
Rücktransport des Armen in die Heimathgemeinde gestattete,
resp. vorschrieb; also schon dadurch, dann aber auch durch
lie Furcht eines solchen Transports die Freizügigkeit auf’s
stärkste beschränkte.
Die Lehrlingsgesetzgebung und die Lohnregulirungen
waren eine Codifieirung des Geistes der älteren, vielfach in
zünftischen Statuten verkörperten Gesetze, Die gewerbliche
Ordnung wurde in England frühzeitig auf Staatsgesetz basirt
und ihre Durchführung der Hauptsache nach staatlichen
Organen anvertraut *).
Nach dieser kurzen Schilderung des allgemeinen Charakters
der gewerblichen Zustände, des Armen- und Niederlassungs-
rechts mag es gestattet sein, die wichtigsten darauf bezüg-
lichen Gesetze theilweise im Auszug aufzuführen.
8 4. Arbeitergesetze.
Die allgemeine polizeiliche Gesetzgebung für freie Arbeiter,
jie mehr und mehr an Stelle der Leibeigenen getreten waren,
beginnt mit dem Statute of Labourers von 1350 (25. Eduard II.
abgedruckt bei Eden, Appendix CXLVII), das 1360 vom
Parlament bestätigt wurde, und dem bald viele "andere
Regulirungen in ähnlichem Geiste folgten. Das Statut war
gegen die Trägheit und die hohen Lohnforderungen der durch
die Pest von 1349 stark decimirten freien Arbeiter gerichtet ?),
1) Die’ Zunftstatuten bedürfen nach 19. Henry VIL c. 7. obrigkeit-
icher Genehmigung und sind nichtig, „wenn sie den Landesgesetzen wider-
sprechen“. S. unten im Abschnitt über die Grossindustrie, Cap. 1. $ 1.
2) Die Anfangsworte von 25. Eduard XII. stat. 1 lauten: Come nadgairs
sontre la malice de servantz queux furent pareissouses et nient villantz
servir apres la pestilence sanz trop outrageouses lowers prendre feut
ordine par nostre Seignur le Roi et par assent des Prelatz Nobles et autres
de son conseil qe tieux maners de servantz sibien hommes come femmes
fussent tenuz de servir receyvantz salaires et gages accustumez €S lieus
au ils deveront servir lan du regne le dit nostre Seignur le Roi vintisme