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Eisen- und Stahlschiffbau: Quer- und Langsspantcnsystem.
wo die Raumbalken fortfallen müssen, wird zur Verstärkung des Querverbandes ein Teil
der Querspanten aus Blechen und Winkeln zusammengebaut — sogenannte Platten- oder
Rahmenspanten — und diese werden durch entsprechend hohe Raumstringer miteinander
verstrebt.
Das reine Längsspantensystem läßt die Längsverbindnngen des Schiffsrumpfes gegenüber
den Querverbindungen noch mehr in den Vordergrund treten, als das Zellen- oder
Bracketplate-System im Doppelboden der Schiffe. Die Zahl der durchlaufenden Längsspanten
wird vermehrt und die Anordnung derselben in Verbindung mit dem inneren
Boden auch über die Kimm hinaus auf die untere Seitenwandung des Schiffes erweitert,
während die Querspanten in etwa doppelt so großer Entfernung voneinander gesetzt
werden. Bei den Kriegsschiffen, in der Hauptsache Panzerschiffen, kommt das Längsspantensystem
für den unteren Teil
des Schiffsrumpfes vom Kiel
bis zum Panzerträger zur
Anwendung, während oberhalb
des letzteren der Schiffsrumpf
nach dem Querspantensystem
erbaut wird.
Zur Seite des meist wasserdicht
hergestellten Mittelkieles
werden fünf bis sechs
Längsspanten von l,o bis
1,5 m Höhe in Entfernungen
von 1,5 bis 3,o in voneinander
angeordnet. Das
oberste Längsspant dient zugleich
als Panzerträger zur
Unterstützung des Gürtelpanzers.
In England und
Deutschland ist es Gebrauch,
sämtliche Längsspanten von
vorn bis hinten ununterbrochen
durchzuführen und
nur für die Winkel der
Querspanten auszuschneiden.
Die Querspanten erhalten
zwischen den Längsspauten
entweder volle oder mit Erleichterungslöchern
versehene
Platten oder auch zwei einzelne Stützbleche, welche mit den Spantwinkeln und den
Längsspanten verbunden werden. In Frankreich läßt man vielfach nur die wasserdichten
Längsspanten, also neben dem Mittelkiel die Längsspanten 3 bezw. 4, und den
Panzerträger ununterbrochen durchlaufen, während die übrigen in kurzen Stücken von
Querspant zu Querspant reichen. Dafür laufen die Qnerspanten, welche aus den beiden
Spantwinkeln und einem mit Erleichterungsöffnungen versehenen Verbindungsblech bestehen,
vom Mittelkiel bis zum Längsspant 3 bezw. 4 und von dort bis zum Panzerträger
ununterbrochen durch. Neben den wasserdicht durchgeführten Längsspanten, dem
Mittelkiel, dem Längsspant 3 und dem Panzerträger wird nun fast jedes vierte bis
sechste Qnerspant wasserdicht hergestellt, so daß zwischen Außenhaut und innerem Boden
ein verzweigtes Zellensystem entsteht, welches bei Grundberührungen und bei Kriegsschiffen
für den Torpedoangriff die Sicherheit des Schiffes erheblich vermehrt. Gegen
die Sprengwirkung der Torpedos werden ferner an den Schiffsseiten, vom inneren
Boden bis zum Panzerdeck reichend, ein bis zwei Wallgänge durch entsprechende wasserdichte
Längsschotte hergerichtet und im übrigen durch eine große Zahl von Querschotten
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