Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

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Eisen- und Siahlschiffbau: Wasserdichte Schotte. 
anspruchungen, teils zur Sicherung des Quer- und Längsverbandes. Die Schotte werden 
in erster Linie wasserdicht hergestellt und derart versteift, daß sie einen Wasserdruck bis 
etwa 1 in über die Konstruktionswasserlinie ohne dauernde Durchbiegungen ertragen 
können, in zweiter Linie müssen sie auch im stände sein, die mannigfachen Druck-, Zug- und 
Schubspannungen aufzunehmen und zu übertragen. Die Querschotte bestehen meist aus 
horizontal angeordneten, stumpf aneinanderstoßenden Plattengängen von 10—5 mm Dicke, 
welche mit der Außenhaut durch doppelte Spautwinkel wasserdicht vernietet sind. Als Naht 
streifen und zur Versteifung dienen _!_ Stähle, während aus der anderen Seite vertikale 
Versteifungswinkel oder I Stähle in Entfernungen von 700—800 mm angeordnet 
werden. Die Anwendung von gewellten Schotten, die leichter und fester sind, ist nur 
vereinzelt durchgeführt, da dieselben mehr Raum beanspruchen. 
695. Achterschiff eines im Amr begriffenen Linienschiffs mit Koitistonsschott. 
Nach „Engineering". 
Den bedeutenden Vorzügen der wasserdichten Schotte stehen jedoch auch einige 
Nachteile gegenüber. Durch die Trennung der einzelnen Räume durch Schotte wird der 
Betrieb der gesamten Maschinen- und Kesselanlage im besonderen bei größeren Schiffen 
sowie die Verbindung zwischen den einzelnen Räumen sehr erschwert, so daß man in ein 
zelnen Schotten Öffnungen mit wasserdicht schließenden Thüren nicht umgehen kann. 
Dieselben sind jedoch derart konstruiert, daß sie sowohl vom Raume aus, als auch von 
einem höher gelegenen Deck aus zwangsläufig geschlossen werden können. Auf den 
Schnelldampfern sind in dem Längsschnitt zwischen den beiden Maschinenräumen 
meist Fallthüren in Gebrauch. Um beim Herannahen einer Kollisionsgefahr schnell 
und sicher von einer Stelle aus auf mechanischem Wege sämtliche unterhalb der Wasser 
linie gelegenen Schottthüren schließen zu können, ist neuerdings ein Patent erteilt, 
nach welchem das Schließen der Thüren unter Zuhilfenahme von flüssiger Kohlensäure 
als treibende Kraft erfolgt, welche durch einen elektrischen Strom zum Überströmen 
in einen Cylinder veranlaßt wird, dessen Kolben direkt oder mittels Zahnstange auf die 
Thür wirkt.
	        
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