Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

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Schiffbau. 
Jïilf&rDampfsteuer,, 
Steuerrad unter \ \ 
Deck \ \ 
apparat 
703. Kteperei»richtrnig des Schnelldampfers „Kaiser Withrlni 
der Große". Nach „Engineering". 
Bei den Kriegsschiffen kommen dann noch 
zum Ein- und Aussetzen der Boote, im besonderen 
der schwerenDampfbeiboote, welche bis zu 16 000kg 
wiegen, die Bootsheißmaschinen hinzu, welche unter 
Benutzung eines Ladebaumes oder eines Dreh 
krans die Läufer der Bootstakel aufwinden bezw. 
abwickeln. Für die Munitionsaufzüge und Ge 
schoßförderwerke wird gleichfalls Maschinenkraft 
verwendet. Hierzu kommen die Luftkompressions 
pumpen zur Erzeugung von Preßluft zum Antrieb 
der Torpedos sowie hydraulische Maschinen und 
Pumpen zum Drehen sowie zur Bedienung der 
schweren Geschütze. 
Neben diesen für den seemännischen Betrieb 
und für militärische Zwecke erforderlichen Hilfs 
maschinen sind Winden zum Übernehmen von La 
dung bezw. Kohlen sowie zum Aschcheißen in Ge 
brauch. Neuerdings erfolgt die Beseitigung der 
Asche aus den Heizräumen durch be 
sondere Ascheejektoren, welche mittels 
Wasserstrahl die Asche in besonderen 
Rohrleitungen über Bord befördern. 
Die größte Zahl der Hilfsmaschinen 
kommen jedoch im Maschinenbetrieb, ferner 
für die Lenzvorrichtnngen zur Sicherheit 
des Schiffes bei größeren Leckagen so 
wie für gesundheitliche Zwecke, d. h. zur 
Lüftung, Beleuchtung und Heizung der 
Schiffsräume, für Koch- und Badezwecke, 
zur Erzeugung von Eis u. s. w. zur Ver 
wendung. Da diese große Zahl von 
Dampfmaschinen eine zahlreiche und weit 
verzweigte Rohrleitung für Dampf-Zu- 
und Ableitung erfordert — man ist 
neuerdings bestrebt, keinen Dampf aus 
strömen und verloren gehen zu lassen, 
sondern ihn wieder in den 
Kondensator zu leiten, um ihn 
nach dem Niederschlagen zu 
Wasser zum Speisen der Kessel 
wieder verwenden zu können — 
welche einesteils durch Wärme 
ausstrahlung die Schiffsräume 
übermäßig erwärmt, anderen 
teils namentlich auf Kriegs 
schiffen bei Beschädigungen der 
Rohrleitung eine Dampfgefahr 
mit sich bringt, so ist man 
schon vielfach zum Antrieb der 
Hilfsmaschinen durch den elek 
trischen Strom übergegangen. 
Die Verteilung des elektrischen 
Stromes durch Kabel ist ver 
hältnismäßig einfach und un-
	        
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