Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

Marine-Arlillerie: Schnellfeuerkanonen. 
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größeren Feuergeschwindigkeit eine sichere Lafettierung und größere Treffwahrscheinlichkeit 
gewährten. Und so entstand zwischen den Geschützfabriken ein heftiger Wettstreit, um 
durch Verbesserung der Rohr-, Lafetten- und Verschlußkonstruktiou Kanonen, zunächst bis 
zu 15 am Kaliber, herzustellen, welche im stände waren, 8 bis 12 Schuß pro Minute 
abzugeben, und mit welchen man die ungeschützten Teile der Schlachtschiffe zerstören 
und die Bedienungs 
mannschaften der Ge 
schütze kampfunfähig 
machen wollte. Da 
die schweren Geschütze 
der Panzerschiffe nur 
alle vier Minuten 
einen Schuß abgeben 
konnten, so ergab sich 
ein bedeutender Vor 
sprung zu gunsten der 
Schnellfeuerkanonen. 
Die besondere 
Eigenart und Neuheit 
der Schnellfeuerkano 
nen besteht nun in 143. Mevoivrrkanoiie. 
der sogenannten Ein- 
heitspatrone, d. h. Geschoß und Pulverladnng sind wie beim Gewehr zu einer Patrone 
vereinigt; durch diese Anordnung wird einerseits das Laden verkürzt, da die Metall 
hülse die Zündung in besonderer Kapsel enthält, und ein Auswischen und Reinigen 
des Rohres nach jedem Schuß entbehrlich, da die Patronenhülse den gasdichten Abschluß 
besorgt, der Ladungs 
raum gegen Aus 
brennen geschützt ist 
und keine glimmenden 
Teile zurückbleiben. 
Bei den schwereren 
Kalibern von 15 cm 
aufwärts, bei welchen 
eine Einheitspatrone 
zu große Abmessungen 
annehmen würde, ist 
man zur Trennung 
von Geschoß und 
Ladung übergegan 
gen, getrennte La 
dung, doch hat man 
für die Kartusche die 
Patronenhülse beibe 
halten. Der Ver 
schluß der Schnell- 
feuerkan0NeN,SchraU- 744. Maschinenkanone von Marin,, 
benverschluß nach 
Armstrong oder Canet, Rnndkeilverschluß nach Krupp oder Fallblockverschluß nach 
Hotchkiß, ist derart vervollkommnet, daß seine Bedienung möglichst schnell und sicher 
von einem Mann ausgeführt werden kann und zugleich das Herauswerfen der leeren 
Patronenhülse nach dem Schuß selbstthätig besorgt wird. Bei einigen Schnellfeuerkanonen 
erfolgt das Öffnen des Verschlusses selbstthätig nach beendetem Rücklauf beim Ausrennen 
des Rohres; bei anderen wird das Schießen und Öffnen des Verschlusses, das Spannen 
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