Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Posten  und  Postwesen.

Jahrhunderte  dahinter  weit  zurückbleiben.  Wenn  auch  zur  Erzielung  solcher  Erfolge  die
Zeitverhältnisse,  die  großartige  Entfaltung  des  Handels,  der  Gewerbe-  und  Fabrikthätigkeit, ­
  die  Zunahme  geistiger  Bildung,  die  schnelle  Verwertung  wissenschaftlicher
Forschungsergebnisse,  die  rege  Unterhaltung  vorhandener  und  die  Anknüpfung  neuer  Beziehungen ­
  auf  allen  Gebieten  des  menschlichen  Daseins  und  nicht  zum  wenigsten  die
Segnungen  des  Friedens  das  ihrige  beigetragen  haben,  so  steht  doch  fest,  daß  ein  nicht
geringer  Anteil  davon  dem  1897  verstorbenen  ersten  Generalpostmeister  des  neu  erstandenen ­
  Deutschen  Reichs  gebührt.  Nach  der  bisherigen  Wirksamkeit  seines  Nachfolgers,
des  Staatssekretärs  des  Reichspostamts  von  Podbielski  glauben  wir  uns  zu  der  Annahme ­
  berechtigt  halten  zu  dürfen,  daß  er  die  ihm  anvertraute  Verwaltung  des  Reichspostwesens
  in  gleichem  Sinne  fortführen  wird.
Die  amtliche  Statistik  der  deutschen  Reichspostverwaltung  legt  Zeugnis
davon  ab,  welchen  Aufschwung  der  postalische  Verkehr  und  Betrieb  im  deutschen  Reichspostgebiete ­
  genommen  hat.  Wir  geben  hier  einen  gedrängten  Auszug  aus  derselben  und
bemerken,  daß  Bayern  und  Württemberg  bei  den  nachstehenden  Angaben  nicht  mit  berücksichtigt ­
  sind.

1872

1898

Postanstaltcn

5  755

31  693

Amtliche  Verkaufsstellen  für  Postwertzeichen  .  .

2  202

20  705

Postbrieskasten

29  150

94  838

Gesamtpersonal

49  945

173  976

Zur  Postbefvrderung  täglich  benutzte  Eisenbahnzüge ­


2  291

9  901

Postkurse  auf  Landstraßen

3  831

10  284

Postverbindungen  auf  Wasserstraßen  ....

117

76

Zahl  der  von  den  Posten  zurückgelegten  Kilometer

116  149  237

252  857  132

Gesamtzahl  der  beförderten  Sendungen  .  .  .

783  659  800

4  050  804  634

darunter:  Briefe

422  267  400

1371  567  250

Postkarten

8  471  000

632  022  580

Drucksachen,  Geschäftspapiere,  außergewöhnliche
Zeitungsbeilagen  und  Warenproben  .  .  .

60  636  100

736  056  884

Zeitungsnummern

226  868  300

1  023  979  226

Postanweisungen

12  786  800

112  513  515

Postauftragsbriefe

143  300

5  465  968

Briefe  mit  Wertangabe

13  917  900

9  522  410

Pakete  ohne  Wertangabe

33  061  300

156  631  694

Pakete  mit  Wertangabe

3  033100

3  045  107

Gesamtwertbetrag  der  Geldsendungen  Mark

13  981  421  200

23  149  587  554

und  zwar:  der  Pakete  mit  Wertangabe  „

5  514  564  800

4  709  592  830

der  Briese  mit  Wertangabe

7  934  010  400

10  944  654  120

der  Postanweisungen  „

475  022  600

6  555  813  704

der  Postauftragsbnefe  „

9  433  900

572  627  200

der  Postnachnahmesendungen  .  .  .  .  „

48  389  500

366  899  700

Gesamtgewicht  der  Paketsendungen  .  .  .  kg

140  468  000

650  825  250

Zahl  der  Postreisenden

5  558  214

1  579  966

Eine  Postanstalt  auf  je  qkm  .

77,6

14,1

Eine  Postanstalt  auf  je  Einwohner  .....

5  967

1405

Gesamteinnahmen  Mark

88  745  091

349  150  754

Bei  dem  Personal  und  den  Einnahmen  beziehen  sich  die  Angaben  für  1898  zugleich
mit  auf  das  Telegraphenwesen,  während  dies  für  1872  nicht  der  Fall  ist.
Nach  dieser  Zusammenstellung  hat  der  Verkehr  in  dem  26jährigen  Zeitraum  von
1872  bis  1898  bei  den  Postkarten  um  mehr  als  das  74fache,  bei  den  Postauftragsbriefen ­
  um  das  38fache,  bei  den  Postanweisungen  beinahe  um  das  13fache,  bei  den
Drucksachen  u.  s.  w.  um  das  12  fache  und  bei  allen  Sendungen  zusammengenommen  um
das  5fache  sich  vermehrt,  während  bei  den  Briefen  mit  Wertangabe  ein  ganz  bedeutender
Rückgang  eingetreten  ist,  was  mit  der  Vermehrung  des  Postanlveisungsverkehrs  im  Zusammenhange ­
  steht.  Die  ungewöhnlich  hohe  Verkehrszunahme  bei  den  Postkarten  und
            
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