fullscreen: Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

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ài 4. Januar 1885 erließ dieselbe folgenden Aufruf: 
„Aufruf an sämmtliche Maschinenbesitzer der Ostschweiz 
und des Vorarlbergs! 
Eine am 28. Dezember 1884 in Buchs abgehaltene Ver- 
sammlung hat uns den Auftrag ertheilt, mit den Interessenten 
der andern Landestheile in Verbindung zu treten. 
Unserem Mandate nachkommend, laden wir Euch, werthe 
Leidensgenossen, ein, mit möglichster Beförderung allerorts 
Versammlungen abzuhalten, die Lage der Stickerei zu be 
sprechen, Delegirte zu ernennen und die Namen derselben bis 
spätestens den 30. Januar 1885 dem Präsidenten unseres 
Komites mitzutheilen, worauf wir nicht säumen werden, eine 
allgemeine Delegirtenversammlung einzuberufen zur Besprechung 
der allgemeinen Organisation. 
Wir verkennen keineswegs die enormen Schwierigkeiten, 
welche unserem Vorgehen entgegenstehen, sind aber fest über 
zeugt, daß bei treuem Zusammenhalten aller Interessenten 
bessere Verhältnisse in der Stickerei erzielt werden können." — 
Beinahe wichtiger als wegen der Jnaussichtnahme einer 
allgemeinen Delegirtenversammlung war dieses Zirkular füh 
render Männer im Lager der Arbeitnehmer dadurch, daß be 
züglich eines Verbandes an a l l e Interessenten appellirt wurde 
und daß man also auch die Arbeitgeber in denselben wollte 
einbezogen wissen. Der Aufruf fiel auf recht fruchtbares Erd 
reich, und das Konnte konnte bald zu den Vorarbeiten für die 
allgemeine Delegirtenversammlung schreiten. Es stellte zu deren Erste «agem. 
Handen folgende Postulate auf: Versammlung. 
1. Es soll der Versammlung die Gründung eines all 
gemeinen Stickereiverbandes empfohlen uird zu diesem Behufe 
die Wahl einer Kommission zur Ausarbeitung eines Statnten- 
entwurfes vorgeschlagen werden. 
2- Dieses Statut hätte in erster Linie die nöthigen 
organisatorischen Bestimmungen, sodann einen Normalarbeits-
	        
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