Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Deutsche  Lebensversicherungs-Gesellschaft
  in  Lübeck.
Anläßlich  des  50jährigen  Bestehens  der  Deutschen  Lebensversicherungs-Gesellschaft
in  Lübeck  wurde  im  Jahre  1878  mit  einem  Kapital  von  20  000  M.  ein  Unterstützungsfonds ­
  für  Beamte  der  Gesellschaft  gegründet,  der  durch  Verzinsung  und  weitere  Zuweisungen ­
  1899  auf  127  952  M.  angewachsen  war.  Daraus  wurden  1900  75  000  M.  als  Grundstock ­
  für  eine  Witwenkasse  ausgeschieden  und  dieser  1903  eine  Pensionskasse  für  die
Beamten  angegliedert,  so  daß  jetzt  nebeneinander  bestehen:  1.  der  Unterstützungsfonds,
der  auf  seine  Zinsen  angewiesen  ist;  2.  die  Beamten-,  Pensions-  und  Witwenkasse,  deren
Beiträge  zu  4 /s  von  der  Gesellschaft  und  zu  Vs  von  den  Beamten  aufgebracht  werden;  außerdem ­
  sind  ihr  Extrabeträge  aus  dem  Gesellschaftsgewinne  zugeflossen.  Die  Kasse  gewährt
den  Witwen  ohne  Karenzfrist  bzw.  den  invaliden  Beamten  nach  10  Mitgliedsjahren  eine
Pension  von  je  V3  des  pensionsfähigen  Gehalts.  Die  letztere  steigt  jährlich  um  Veo  bis  zu
3 / 4  des  Gehalts.
Ende  19x2  hatte  der  Unterstützungsfonds  74  241  M.  und  die  Pensions-  und  Witwenkasse ­
  454  330  M.  Vermögen.  Gebildet  sind  diese  Fonds  aus  99  120  M.  regelmäßigen  Beiträgen ­
  und  265  207  M.  Extrazuweisungen  der  Gesellschaft,  35  824  M.  Beiträgen  der  Beamten ­
  und  235  866  M.  Zinsen.  An  Unterstützungen  wurden  bisher  41  550  M.  und  an  Pensionen ­
  65  896  M.  gezahlt.

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