Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Wirtschaftsgebäude mit Speiseküche, Kantine und Speisesälen für Männer und Frauen 
der Fabrik Karlruhe. 
Deutsche Waffen- u. Munitionsfabriken 
Berlin-Karlsruhe. 
Die Gesellschaft besteht seit dem i. Januar 1897 und ist hervorgegangen aus der früheren 
Waffenfabrik der Firma Ludw. Loewe & Co. und der Deutschen Metallpatronenfabrik 
in Karlsruhe (Baden). 
Sie besitzt Werke in Charlottenburg (Martinikenfelde) und Wittenau bei Berlin, sowie 
in Karlsruhe (Baden) und befaßt sich im wesentlichen mit der Herstellung von Handfeuer 
waffen, im besonderen von Mausergewehren, Parabellumpistolen, Maxim-Maschinen 
gewehren, allen Arten Munition für Handfeuerwaffen und Geschützhülsen, sowie von 
Kugellagern und Stahlkugeln und Maschinenbau zur Herstellung obiger Artikel. 
Die Gesellschaft beschäftigte anfangs 1913 6680 Beamte, Arbeiter und Arbeiterinnen 
und bezahlte pro 1912 an Gehältern und Löhnen im ganzen 9 905 990 M. 
Um ihre Beamten gegen die Folgen der Erwerbsunfähigkeit im späteren Alter zu 
schützen, hat die Firma am 1. Juli 1902 eine 
PENSIONSKASSE nach dem Vorbilde der staatlichen Pensionskassen errichtet, zu 
welcher die Angestellten 4% % ihres Gehaltes, die Firma 9 % von sämtlichen gezahlten 
Gehältern beisteuern. 
Diese Pensionskasse ist entstanden aus einem bei der „Deutschen Metallpatronen 
fabrik“ in Karlsruhe bei deren Übernahme durch die Deutschen Waffen- und Munitions 
fabriken vorhandenen Beamten- und Arbeiterunterstützungsfonds in Höhe von 157 625 M., 
der seitens der Gesellschaft nach und nach auf 500 000 M. erhöht wurde. 
Seit dem Bestehen der Pensionskasse ist deren Vermögen durch Mitgliederbeiträge, 
sowie die Beiträge und freiwilligen Zuschüsse der Firma auf rund 2 225 000 M. angewachsen. 
Es wurden Pensionen gezahlt:
	        
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