n6*
Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., Leverkusen.
der Farbenfabriken mit. Die Ausschüsse halten regelmäßige Sitzungen ab, in denen alle
Einrichtungen, Anschaffungen, Verbesserungen durchberaten, die Wünsche und Beschwer
den geprüft und die Ergebnisse zu Protokoll genommen werden; letzteres wird dem Direk
torium zur Genehmigung unterbreitet. Es hat sich diese Selbstverwaltung der Wohl
fahrtseinrichtungen durch die beteiligten Arbeiter und Beamten sehr gut bewährt und be
sonders fördernd auf das Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen Direktorium und
Werksangehörigen gewirkt.
Die Ausgaben für alle Einrichtungen zerfallen in gesetzliche und freiwillige. 1912
betrugen erstere 271 300 M., letztere rund 2203000 Mark. Sie werden teils aus laufenden
Zuschüssen der Firma, teils aus den Zinsen verschiedener Fonds (Wohlfahrtsfonds 2 Millionen
Mark, Arbeiterunterstützungsfonds 4 200 000 M., Beamtenunterstützungsfonds 2 292 000 M.)
bestritten. Jeder Werksangehörige erhält ein sog. „Merkbuch“, in dem sämtliche Ein
richtungen genau beschrieben sind, er erhält ferner regelmäßige Jahresberichte über sämt
liche Einrichtungen. Zusätze, Neuerungen, Ausführungsbestimmungen usw. werden durch
Anschläge, sowie durch Bekanntmachungen in der Fabrikzeitschrift „Erholung“ zu all
gemeiner Kenntnis gebracht.
I. Einrichtungen zur Hebung der materiellen Lage
der Werksangehörigen.
A. Gesundheitspflege.
AUFENTHALTS-, UMKLEIDE-, WASCH- und BADERÄUME. FLUSSBÄDER. Die
Firma besitzt zurzeit in Leverkusen 84 gemütlich eingerichtete, künstlerisch ausgeschmückte
Ein Aufenthaltsraum.