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Nähseidefabriken
von
Gütermann & Co., Gutach i. Breisgau.
Die Firma, die in ihren Nähseidefabriken
2000 Arbeiter und
Arbeiterinnen beschäftigt, davon
etwa % in Deutschland, hat für
dieselben in Gutach i. Breisgau
330 freundliche helle WOHNUNGEN
errichtet, die aus 5, 4, 3 und
2 Zimmern bestehen. Jede Wohnung
hat Garten, Küche, Bodenraum,
Keller, elektrisches Licht,
Wasserleitung und Kanalisation.
Die Preise dafür sind i6y 2 , 14 y 2 ,
II34 und 9 M. pro Monat einschl.
Licht, Wasser usw. Hierzu kommen
Einzelwohnungen mit und ohne
Verköstigung für männliche und
weibliche Arbeiter wie eine stattlicheZahl
von Beamtenwohnungen.
MÄDCHENHEIM. Für ledige Arbeiterinnen ist ein Mädchenheim errichtet, das unter
der Leitung von Schwestern steht und etwa 220 Insassen hat, die aber nicht in sogenannten
Schlafsälen untergebracht sind, sondern in einzelnen freundlichen Zimmern zu 4 oder 6.
Im Haus befindet sich eine
BADEEINRICHTUNG zur unentgeltlichen Benutzung und große WASCHVORRICHTUNGEN
mit fließendem Wasser. Kost und Wohnung im Mädchenheim, das auch mit elektrischem
Licht usw. ausgestattet ist, beträgt 60 Pfg. pro Tag. Die Mahlzeiten hier bestehen
aus Milchkaffee mit Brot, mittags Suppe, Gemüse oder Mehlspeise und 4 mal wöchentlich
Fleisch. Abends gibts Suppe, Salat,
Käse oder ähnliches mit Brot.
BRAUSE- UND WANNENBÄDER
in der Fabrik stehen täglich
allen Arbeitern unentgeltlich
zur Verfügung; eine Kindergärtnerin
hütet und beschäftigt die
Arbeiterkinder in dem KINDERGARTEN.
Für Kranke und Genesende
ist ein Heim, das MAXHAUS
unmittelbar am Wald errichtet
und eine Turnhalle steht
zur Benutzung frei. Milchabgabe
an die Arbeiter erfolgt durch eigenen
Wirtschaftsbetrieb mit ca.
100 Kühen. Schließlich wäre noch
eine Ar beiter bi bl io t he k zu erwähnen.
Beamtenwohnungen.
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Ansicht von Gutach mit Fabrik.