Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

i66*

Henkel  &  Co.,  Fabrik  chemischer  Produkte,  Düsseldorf.

sundheit  gilt  dem  Wohle  aller
Angestellten  ihre  stete  Sorge.
Kommt  der  Tag  heran,  wo
die  Arbeiterinnen  aus  Anlaß  ihrer
Verheiratung  die  Stätte  ihrer
Tätigkeit  verlassen,  so  wird  ihnen
seitens  der  Firma  eine  HOCHZEITSGABE ­
  in  Bar  überreicht.  J  edoch
  noch  einen  weiteren  dauernden ­
  Baustein  liefert  die  Firma  für
das  zu  gründende  eigne  Heim.
Zur  Vorbereitung  auf  ihren  Beruf ­
  als  Hausfrau  ist  für  die  Mädchen ­
  ein  sechsmonatlicher  KOCH-UND
  HAUSHALTUNGSKURSUS
eingerichtet  worden.  Die  Leitung
Säuglingsheim.  liegt  in  den  Händen  einer  staatlich
geprüften  Lehrerin,  die  auch  ein
Zeugnis  über  die  Teilnahme  am  Kursus  ausstellt.  Die  Mädchen  werden  theoretisch  und
praktisch  in  allen  vorkommenden  Haushaltungsarbeiten  unterwiesen  und  mit  ganz  besonderer ­
  Sorgfalt  in  die  Geheimnisse  der  Küche  eingeweiht.  Das  Einkäufen  der  Lebensmittel
besorgen  sie  gemeinsam  mit  der  Haushaltungslehrerin.  Während  der  Ausbildungstage
erhalten  die  am  Kursus  beteiligten  Mädchen  ihren  Lohn,  als  ob  sie  in  der  Fabrik  arbeiteten, ­
  und  außerdem  noch  ohne  Bezahlung  das  von  ihnen  zubereitete  Mittagessen.
Für  einen  Tag  in  jeder  Woche  wird  eine  FLICKSTUNDE  angesetzt.  Frauen  und  Mädchen ­
  kommen  an  einem  bestimmten  Abend  zusammen,  um  ihre  beschädigten  Kleidungsoder ­
  Wäschestücke  wieder  instand  zu  setzen.  Die  Aufsicht  führt  eine  sachverständige
Lehrerin,  die  allen  mit  Rat  und  Tat  zur  Seite  steht.
Der  Gesang  erfreut  das  Menschenherz!  Zur  Pflege  der  Gesangeskunst  findet  an  jedem
Sonnabend  eine  GESANGSTUNDE  statt.  Die  heiteren  Lieder,  die  dort  gemeinsam  eingeübt
werden,  begleiten  an  den  Werktagen  munter  die  emsige  Arbeit  und  lassen  sie  noch  einmal ­
  so  schnell  von  statten  gehen.
Für  die  zahlreichen  Beamten  der  Werke  sind  gleichfalls  vortreffliche  Einrichtungen
getroffen  worden,  um  ihre  Arbeitsstätte ­
  mit  wohnlicher  Behaglichkeit ­
  auszustatten.
Das  Tageslicht  überflutet  in
seiner  ganzen  Helle  die  großen,
mit  allen  Errungenschaften  der
Neuzeit  ausgestatteten  Räume  für
das  kaufmännische  und  technische
Personal.
Die  DURCHGEHENDE  ARBEITSZEIT ­
  ermöglicht  schon  den
Bureauschluß  um  4  y 2  Uhr,  so  daß
genügend  Zeit  verbleibt,  sich  der
Familie  oder  sonstigen  Unterhaltungen ­
  zu  widmen.
Um  die  Mittagszeit  wird  in
dem  Speisesaal,  der  in  seiner  ruhigen ­
  architektonischen  Schönheit,  Küche.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.