heit usw. in Not geraten, dauernd pensioniert
oder durch vorübergehende Beiträge unterstützt.
Eine besondere, die Maria-Luisen-Stiftung, soll
dazu dienen, weiblichen Angestellten, die sich
verheiraten wollen und die über 5 Jahre im Geschäft
tätig sind, einen
HAUSHALTKURSUS von 8 Wochen im
Kochen, Waschen usw. kostenfrei zu gewähren.
Der während dieser Zeit entgangene Arbeitsverdienst
wird vergütet und in einem Sparkassenbuch
festgelegt. Das Sparkassenbuch wird den
Neuvermählten am Tage der Hochzeit überreicht.
BEAMTEN- UND ARBEITERWOHNHÄUSER.
Eine ganze Anzahl Beamten- und Arbeiterwohnhäuser
im Gesamtwerte von 483 139 M., die annähernd 100 Wohnungen von je
3—4 Räumen, versehen mit Gas, Wasser, gemeinschaftlichem Bad, enthalten, sind verheirateten
Angestellten zu einem sehr billigen Preise überlassen. Da die Wohnhauskolonie
„Frieden“, an der Bonner Straße in Köln gelegen, eine halbe Wegstunde von der Fabrik
entfernt ist, werden die dort wohnenden, annähernd 50 Angestellten mittels Automobil hinund
zurückbefördert.
SPEISE- UND ERHOLUNGSHAUS. Um die Geselligkeit zwischen Beamten- und
Arbeiterschaft zu pflegen, wurde ein Speise- und Erholungshaus vor 18 Jahren gebaut,
dessen Wert ohne Grundstück sich auf 114 833 M. beläuft. Das Speise- und Erholungshaus
besteht aus folgenden Räumlichkeiten: einem großen Festsaal mit Bühne, der
über 800 Personen faßt, fünf Eßsäle für insgesamt 425 Personen, Bibliothek mit
2000 Bänden und Lesesaal für 60 Personen, Billardzimmer und Baderäume für
30 männliche und weibliche Personen. Der große Festsaal wird zu Festlichkeiten aller
Art benutzt. Vor allem hält dort der von einem bekannten Musikdirektor geleitete Gesangverein
„Theobromina“, der nur aus Stollwerckschen Angestellten besteht und über
300 Mitglieder zählt, seine regelmäßigen Chorproben und Gesangsvorträge ab. Ferner
dient der Saal für aufklärende, wissenschaftliche Vorträge usw. —- veranstaltet vom
Arbeiterbildungsausschuß —, selbstverständlich auch für Konzerte, Lichtbildervorträge
usw.
Die BIBLIOTHEK steht den Angestellten der Firma kostenfrei zur Verfügung.
Im Speisehause werden Speisen von"^ Pf. (Suppe) in Abstufungen von 5 zu 5 Pf. bis
zu 45 Pf. (drei Gänge) geliefert. An alkoholischen
Getränken wird nur Bier in beschränktem
Maße verkauft. Die
SPEISEN UND GETRÄNKE WERDEN
ZUM SELBSTKOSTENPREISE berechnet. Die
Räumlichkeiten sind von der Firma kostenfrei
zur Verfügung gestellt. Die sehr großen und
sauber eingerichteten Küchenräume sind mit
den allermodernsten Einrichtungen, wie elektrisches
Licht, Speiseaufzügen, Gas- und Dampfkochern,
verschiedenen Küchenhilfsmaschinen
usw. ausgerüstet. Um den Massenverkehr bewältigen
zu können, ist ein Küchenpersonal
von 18 Personen nötig. Im Stollwerckschen
Billardzimmer. Speisehause wird, gegen eine geringfügige Miets-