Full text: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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économique lieferte. Er sah dasselbe als die dritte grosse Er 
findung zu denjenigen der Schrift und des Geldes an. Voltaire 
sagte von ihm, er sei ein Narr, der viel gute Augenblicke habe. 
Die Bezeichnung Menschenfreund, die von Mirabeaus Ver 
öffentlichungen als Beiname auf ihn selbst überging, ist jedoch 
noch nicht so charakteristisch, als der Titel eines „ältesten 
Sohns der Doctrin,” den er für sich in Anspruch nahm. Eine 
seiner Schriften soll 18 Auflagen erlebt haben. Ehe er sich, 
zu Qiiesnay bekehrte, hatte er öffentlich schon andere, wenn 
auch philanthropische Ansichten verfochten. Das Wichtigste 
aber bleibt, dass grade er es gewesen, der sich mit dem Ta 
bleau économique sofort und am meisten abgegeben hat. 
Er versichert in der fraglichen Erklärungsschrift, man müsse 
nicht glauben, mit leichter Mühe in den wahren Sinn desselben 
eindringen zu können; aber seine sogenannte Explication be 
weist nur, dass sich das Unklare, was die eigne unvergleich 
lich bessere Fassung bei Quesnay einschloss, noch viel unver 
ständlicher hatte ausspinnen lassen. * 
Alles Enthusiasmus ungeachtet, mit welchem das ökono 
mische Tableau Quesnays die Jünger und einen Theil des 
Publicums erfüllte, ist es dennoch am allerfrühesten der Ver 
nachlässigung anheimgefallen. Dieser Gang der Sache erklärt 
sich aber weit mehr aus der Oberflächlichkeit derjenigen, welche 
der Physiokratie ihre Aufmerksamkeit widmeten, als aus einem 
richtigen Urtheil über das Verfehlte jenes speculativen Entwurfs. 
Dupont hatte in einer Vorbemerkung zu seinem oben ange 
führten Abdruck dieser Quesnayschen Arbeit gar keine an sich 
falsche Idee befürwortet, indem er daran erinnerte, dass mit 
ein paar Begriffen ohne Rechnung sich ebensowenig eine ge 
hörige Einsicht in die IHervorbringung und Vertheilung ge 
winnen, als etwa die Höhe der Berge ohne Kunstmittel fest 
stellen lasse. Freilich war diese Andeutung einer erst gegen 
wärtig in strengerer Gestaltung hervorgetretenen Wahrheit sehr 
weit von einer klaren Einsicht entfernt, und sie schloss zu 
gleich den Irrthum ein, dass die in Begriffen und Grössen 
bostimmungen ganz willkürliche Ausführung Quesnays ein zu 
treffendes Bild der Vorgänge verzeichnet habe. Nichtsdesto 
weniger dürfen wir nicht darauf verzichten, bcmerklich zu 
machen, dass der wunderlich calculirende Denker doch in einem 
Punkt Recht gehabt habe. Die allgemeine Idee eines ökono-
	        
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