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Rohstoffe Die Rohstoffe machen mehr als 1/3 der Einfuhr
aus. Deutschland liefert uns Kohle und Eisen, China,
Japan, Italien und Frankreich die Rohseide; die Baum
wolle stammt zu gleichen Teilen aus Ägypten und den
Südstaaten.der Union, die Wolle aus Australien. Holz
wird aus Österreich, Petrol aus der Union und aus
Österreich zugeführt.
Fabrikate An der Einfuhr fremder Fabrikate ist Deutschland
in hohem Maße beteiligt. Von der Gesamteinfuhr an In
dustrie-Erzeugnissen (1912) im Wert von 653 Mill. Fr.
macht der deutsche Anteil 363 Mill. Fr. aus. Darin
nehmen Maschinen, Eisenwaren und Textilwaren die erste
Stelle ein. Ähnlich ist das Verhältnis bei der Einfuhr
aus Frankreich, deren Betrag allerdings nur 1/4 der deut
schen ausmacht. Die Einfuhr an Fabrikaten aus Eng
land besteht vorwiegend aus Woll- und Baumwollstoffen.
Absatz,,Inder Absatzländer. In den Ausfuhrziffern der Schweiz
tritt klar die hohe Bedeutung der Industrie zutage, machen
doch die Fabrikate mit rund 1 Milliarde 3 /4 des gesamten
Exportwertes aus. Als beste Abnehmer der schweizerischen
Fabrikate stehen Deutschland mit 194 und England mit
186 Mill. Fr. in der vordersten Reihe; die Vereinigten
Staaten folgen mit 115 Mill. Fr. Vom Export schwei
zerischer Fabrikate war im einzelnen im Abschnitt über
die Industrie die Rede (Seite 70).
Einfuhr und Übersicht der Einfuhr und Ausfuhr nach Waren-
W°?kngattuÄnSa"ungen im Jahr 1912 (die Zahlen bedeuten Mill. Fr.):
Einfuhr:
Lebensmittel 629 — 31,77 °/o
Rohstoffe 697 = 35,240/o
Fabrikate 653 — 32,99 °/o
Ausfuhr:
Lebensmittel 198 — 14,59 0/0
Rohstoffe 149 — 11 °/o
Fabrikate 1010 — 74,410/0
Die Zolleinnahmen 1912 ergaben 87 Mill. Fr.