Full text: Die Schweiz

104 
gesamt 12,6 Mill. 4; 1881 erreichte er noch nicht 2 Mill. q. 
Die verschiedenartige Produktion Deutschlands und Italiens 
macht zwischen diesen Ländern den stärksten Austausch 
notwendig; vor allem gehen deutsche Kohlen- und Eisen 
sendungen nach dem Süden. Der Gotthard bewältigt 
nahezu den gesamten Nordsüdtransit, da der Brenner 
weniger leistungsfähig ist. Der Lötschberg führt einen 
Teil der bisherigen Gotthardfrachten dem Simplon zu, 
der von dem französisch italienischen Warenaustausch in 
folge der Konkurrenz des Mt. Cenis nur einen bescheidenen 
Teil übernehmen konnte. Auf die Westostrichtung fällt 
ein geringer Transit, weil die Produktion der Austausch- 
länder nicht so verschiedenartig ist, wie diejenige Nord- 
und Südeuropas. Am Arlberg bilden überdies die un 
günstigen Betriebsverhältnisse, wie z. B. eine Scheitel 
höhe des Tunnels von 1311 rn, ein Hemmnis für den 
Transport der Massengüter. Die Berteilung der schwei 
zerischen Güterdurchfuhr 1912, nach den Austauschländern 
berechnet, zeigt den gewaltigen Vorrang des Gotthards: 
Italien-Deutschland und umgekehrt 9091000 
Italien-Belgien „ „ 770000q 
Italien-Frankreich „ „ 669000 q 
Deutschland-Frankreich „ „ 730000 q 
Österreich-Ungarn-Frankreich „ „ l 039000 q 
Elektrischer Bahnbetrieb. Die schweizerischen 
Bahnen verbrauchen alljährlich ausländische Kohle im 
Wert von rund 2,6 Mill. Fr. Seit Jahren sind die 
Vorarbeiten im Gang, um die fremde Kohle durch die 
einheimischen Wasserkräfte zu ersetzen. Für das gesamte 
Bahnuetz soll der elektrische Betrieb durchgeführt werden; 
in erster Linie erfolgt jetzt der Umbau der Gotthardbahn 
auf der Strecke Erstfeld-Bellinzona. An schon bestehenden 
elektrischen Bahnen mit Normalgeleise sind zu nennen die 
Linien Burgdorf-Thun, Spiez-Brig, Freiburg-Murten- 
Jns, Orbe-Chavornay, Martigny-Orsieres und die See 
talbahn; ebenso werden die Züge durch den Simplou- 
tunnel zwischen Brig und Jselle zur Vermeidung der
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.