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Am io. März 1029 1 bestätigte Kaiser Konrad II. dem Bistum
Freising dessen Besitzungen; cum .... montibus, silvis . . . reditibus
quaesitis et inquirendis. Ob diese Urkunde für das Bergregal spricht,
mag dahin gestellt bleiben. Gegen dasselbe spricht sie sicher nicht.
Am 4. Juni 1050 1 2 verlieh Kaiser Konrad der Abtei Pfeilers unter
anderem das Bergbaurecht auf ihren eigenen Besitzungen:
„totum cum terminis et cum omni utilitate rerum, id est cum
mineralibus, liquoribus, auri argentive rivis, Alpibus, sylvis
piscationibus Abbati praefatae et monasterio suo perpe-
tualiter contradida sunto.“
Aus demjahre 1072 werden zwei Bergverleihungsurkunden Heinrichs
IV. aufgeführt 3 4 * , deren Echtheit von Stumpf (Nr. 2754) bezweifelt wird.
Die Verleihungen hatten Bergbau auf den eigenen Besitzungen des
Beliehenen zum Gegenstände. Der Beliehene war das Kloster, nach
malige Bistum Gurk, welches indes schon lange vor dem Jahre 1072
das Bergbaurecht hatte. Gurk wurde nämlich von der mehrfach ge
nannten Gräfin Hemma aus einem Teile ihrer Besitzungen im Jahre
1045 gegründet, für welche durch die schon zitierte Urkunde ihres
Oheims, des Kaisers Heinrich II., vom Jahre 1016 das Bergbaurecht
auf allen ihren Herrschaften in Anspruch genommen war. Einen Teil
ihrer Besitzungen schenkte die Gräfin dem Kloster Gurk 3 :
„cum foris, monetis es theloneis, cum salinis et fodinis cujus-
libet Metall! omne, dico propria sive donatione impera-
torum et regum seu hereditario jure parentum posessa, cum jure,
quo ea manu tenuerat et secundum tenorem privilegiorum, quae
a romanis Imperatoribus, et regibus, Arnolfo videlicet Ludeuico,
Ottone, Hainrico, Chunrado data super habuerat et simul ipsa
privilegia super altare Sancte Marie .... donavit.“
Am 20. Mai 1073 6 bestätigte Kaiser Heinrich IV* die im Jahre
1028 erfolgte Bergregalverleihung an Basel.
1 Urkunde in Meichelbeck, Historia Frisingensis Aug. Vind. et Graecii 724,
I p. 223,
2 Urkunde in Herrgott, Genealogia Diplomatica Augustae Gentis Habsburgi-
cae tom. II pars I p. 122.
8 Grueter, Regesten S. 11, 22 und Beyträge zur älteren Geschichte und To
pographie des Herzogtums Kärnten von P. Ambros Eichhorn, II. Sammlung,
Klagenfurt 1819, S. 206.
4 Die vom Salzburger Erzbischof verfaßte Stiftungsurkunde ist bei Eichhorn
I 103 ff. abgedruckt.
8 Urkunde in der Genealogia Diplomatica Augustae Gentis Habsburgicae