Full text: Zur Geschichte und Theorie des Bergregals und der Bergbaufreiheit

i8 6 
Am io. März 1029 1 bestätigte Kaiser Konrad II. dem Bistum 
Freising dessen Besitzungen; cum .... montibus, silvis . . . reditibus 
quaesitis et inquirendis. Ob diese Urkunde für das Bergregal spricht, 
mag dahin gestellt bleiben. Gegen dasselbe spricht sie sicher nicht. 
Am 4. Juni 1050 1 2 verlieh Kaiser Konrad der Abtei Pfeilers unter 
anderem das Bergbaurecht auf ihren eigenen Besitzungen: 
„totum cum terminis et cum omni utilitate rerum, id est cum 
mineralibus, liquoribus, auri argentive rivis, Alpibus, sylvis 
piscationibus Abbati praefatae et monasterio suo perpe- 
tualiter contradida sunto.“ 
Aus demjahre 1072 werden zwei Bergverleihungsurkunden Heinrichs 
IV. aufgeführt 3 4 * , deren Echtheit von Stumpf (Nr. 2754) bezweifelt wird. 
Die Verleihungen hatten Bergbau auf den eigenen Besitzungen des 
Beliehenen zum Gegenstände. Der Beliehene war das Kloster, nach 
malige Bistum Gurk, welches indes schon lange vor dem Jahre 1072 
das Bergbaurecht hatte. Gurk wurde nämlich von der mehrfach ge 
nannten Gräfin Hemma aus einem Teile ihrer Besitzungen im Jahre 
1045 gegründet, für welche durch die schon zitierte Urkunde ihres 
Oheims, des Kaisers Heinrich II., vom Jahre 1016 das Bergbaurecht 
auf allen ihren Herrschaften in Anspruch genommen war. Einen Teil 
ihrer Besitzungen schenkte die Gräfin dem Kloster Gurk 3 : 
„cum foris, monetis es theloneis, cum salinis et fodinis cujus- 
libet Metall! omne, dico propria sive donatione impera- 
torum et regum seu hereditario jure parentum posessa, cum jure, 
quo ea manu tenuerat et secundum tenorem privilegiorum, quae 
a romanis Imperatoribus, et regibus, Arnolfo videlicet Ludeuico, 
Ottone, Hainrico, Chunrado data super habuerat et simul ipsa 
privilegia super altare Sancte Marie .... donavit.“ 
Am 20. Mai 1073 6 bestätigte Kaiser Heinrich IV* die im Jahre 
1028 erfolgte Bergregalverleihung an Basel. 
1 Urkunde in Meichelbeck, Historia Frisingensis Aug. Vind. et Graecii 724, 
I p. 223, 
2 Urkunde in Herrgott, Genealogia Diplomatica Augustae Gentis Habsburgi- 
cae tom. II pars I p. 122. 
8 Grueter, Regesten S. 11, 22 und Beyträge zur älteren Geschichte und To 
pographie des Herzogtums Kärnten von P. Ambros Eichhorn, II. Sammlung, 
Klagenfurt 1819, S. 206. 
4 Die vom Salzburger Erzbischof verfaßte Stiftungsurkunde ist bei Eichhorn 
I 103 ff. abgedruckt. 
8 Urkunde in der Genealogia Diplomatica Augustae Gentis Habsburgicae
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.