Full text : Die Schweiz

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bewaldet  und  einsam;  sie  beherbergt  eine  reiche  Pflanzen-  und
Tierwelt;  hier  hat  der  Bär  noch  zeitweilig  eine  Zufluchtsstätte
gefunden.  Das  Verbot  der  Jagd,  des  Weidganges  und  des  Holzschlages ­
  wird  die  sich  selbst  überlassene  Natur  vor  weiterer  Zerstörung ­
  bewahren.  Die  Reservation  umfaßt  bereits  das  linksseitige
Scarltal  und  die  Täler  am  Piz  Quater  Vals  und  Piz  d'Esen,
darunter  das  Val  Cluoza  bei  Zernez.  Das  große  Verbindungsstück ­
  zwischen  diesen  beiden  Gebieten  mit  den  prächtigen  Wäldern
an  der  Ofenbergstraße  soll  binnen  kurzem  hinzutreten.  Damit  erreicht ­
  der  Nationalpark  die  Größe  von  über  200  km 2 ,  nahezu  der
Fläche  des  Kantons  Zug  gleich.  In  Italien  besteht  die  Absicht,
den  obern  Teil  des  Livignotales  als  italienischen  Nationalpark
unserem  Schutzgebiet  anzuschließen.
Der  Bund  für  Naturschutz  hat  sich  überdies  bereits  mit
Erfolg  bemüht,  die  erratischen  Blöcke  als  ehrwürdige  Naturdenkmäler ­
  vor  der  Zerstörung  zu  retten  und  die  Alpenpflanzen  vor
der  Ausrottung  durch  die  Scharen  der  einheimischen  und  sremden
Besucher  zu  bewahren.
Die  Täler  am  Südabsall  der  Alpen  senken  sich
meist  stufenförmig  in  steilem  Absturz  von  den  Alpweiden
der  Paßhöhe  zu  den  Kastanienwäldern,  Weinbergen  und
Feigengärten  an  ihrem  Südausgang.  Im  Misox  (Mesocco)
  verknüpft  sich  der  überraschende  Übergang  vom
alpinen  zum  südländischen  Landschaftsbild  mit  einer  Talstufe ­
  unterhalb  Misox.  Die  Moesa,  verstärkt  durch
den  Abfluß  des  wilden  Calancatales,  fließt  an  Rover
  e  d  o  vorüber  zum  Tessin  und  leitet  an  ihrem  Talgrund
den  Verkehr  vom  Bernardino  nach  Bellinzona.  Von
Chiavenna  her  steigt  eine  vielbegangene  Straße  durch
das  Bergell  (Bregaglia)  über  die  schweizerischen  Orte
Castasegna  und  Vicosoprano  zur  Felskante  von
Maloja  hinauf,  wo  sich  das  Hochtal  der  Engadiner  Seen
öffnet.  Das  Puschlav  (Poschiavo)  tritt  an  seinem  Südausgang ­
  mit  der  Talenge  von  Campocologno  bei
Brusio  hart  an  die  Weinberge  und  Maisfelder  des
Veltlins  heran.  Das  Elektrizitätswerk  an  der  Landesgrenze ­
  versorgt  durch  eine  160  km  lange  Fernleitung
Flückiger,  Schweiz  10

Misox

Bevgell

Puschlav
            
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