Full text: Die Schweiz

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Escher von der Linth, entriß die Ebene dem Elend der 
Versumpfung und gewann dem Land eine große Fläche 
kulturfähigen Bodens. 
Auf dem Kerenzerberg am Absturz des Mürtschen- 
stockes schaut von hoher Terrasse O b st a l d e n auf den 
Walensee hinaus. Im Talzuge der Linth folgen sich 
an den Seitenhalden die Dörfer Niederuruen, 
Näfels, Mollis und Netstal. Hier mündet in 
einer Schlucht der Löutsch aus dem Klöntal; die Gefälls- 
stuse des Baches liefert dem Löntschwerk die Kraft An 
der steilen, terrassierten Nordwand des Glärnisch ruht 
der Klöntalersee; an feinem Ufer entlang geht der Pragel- 
paß ins Muottatal. Inmitten der Trümmerhügel vor 
geschichtlicher Bergstürze steht am Fuß des Vorderglärnisch 
der Hauptort Glarus 5100 Einwohner; nach dem 
großen Föhubrand von 1861 wurde der Flecken städtisch 
und regelmäßig wieder aufgebaut. Am andern Ufer der 
Linth ist das reiche Dorf Ennenda der bevorzugte 
Wohnort der Fabrikanten und Kaufleute. Der Fabrikort 
Schwanden beherrscht den Eingang zum Sernftal, 
wo im Landesplattenbergwerk Engi Dachschiefer, in 
Elm weicher Schiefer für Tafeln und Griffel abgebaut 
wird. Im Jahre 1881 brach eine durch das Schiefer 
bergwerk unterhöhlte Bergmasse über Elm herein und 
verschüttete 115 Menschen. Aus dem Sernftal klimmen 
zwei mühsame Pässe, der Panixerpaß am Hausstock und 
der Segnespaß am Saurenstock vorbei, nach dem Vorder 
rheintal hinüber. 
Im Haupttal liegt am Ende der Eisenbahn, in 
einer Sackgasse, das Jndustriedorf Linthal. Die Linth 
tritt aus dem Felsenkessel am Fuß des Tödi in einer 
großartigen Schlucht ins Tal hinaris, überragt vom mäch 
tigen Stock des Selbsanft. Der Sandalppaß und der 
Kistenpaß stellen eine beschwerliche Verbindung mit dem 
Rheintal her. Von Linthal ans windet sich die Klausen 
straße über die Mündungsstufe des Fätschbachfalles zum 
Uruerboden hinauf und verschafft über die Paßhöhe 
Einzelgebiete
	        
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