Full text : Die Schweiz

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Haslital

Alpen  mit  den  Walliser  Alpen  war  schon  einmal  die
Rede  (Seite  7).  Die  Hauptgipfel  der  stark  vergletscherten ­
  Stammkette  entsenden  seitliche  Ketten,  die  Voralpen,
nordwärts  zum  Brienzer-  und  Thunersee  in  der  Aaretalfurche; ­
  zwischen  den  Bergzügen  dringen  die  Seitentäler
der  Aare  an  den  Hauptkamm  des  Gebirges  heran.  Die
Gipfel  fallen  mit  gewaltiger  Steilwand  zu  den  Talhintergründen ­
  und  zu  den  Voralpen  ab,  die  meist  mit
einer  Einsattelung  an  die  Hauptkette  anschließen  und
nirgends  in  die  Schneeregion  hinausragen.  Die  Schneegrenze ­
  befindet  sich  in  den  Berner  Alpen  bei  2900  in.  Der
Nadelwald  verkleidet  die  Berghalden,  erreicht  aber  durchschnittlich ­
  bei  1800—1900  in  seine  obere  Grenze;  die
Kämme  der  Voralpen  liegen  in  der  Weidenregion.
Der  Oberlauf  der  Aare  liegt  im  östlichsten  der
zahlreichen  Quertäler  des  Berner  Oberlandes,  im  Haslital.
  Nahe  der  Grimselstraße,  die  über  eine  bequeme
Einsattelung  der  Hauptkette  hinweg  den  Zugang  zur
■  Nhonequelle  gewinnt,  entspringt  die  Aare  an  den  moränenbedeckten ­
  Eiszungen  des  obern  und  des  untern  Aaregletschers, ­
  die  vom  höchsten  Gipfel  der  Berner  Alpen,
dem  Finsteraarhorn,  4275  in,  herabsteigen.  Die  Umgebung ­
  des  Grimselhospizes  zeigt  in  den  geschrammten
und  zu  Rundbuckeln  niedergeschliffenen  Felspartien  in
schönster  Weise  die  Tätigkeit  der  eiszeitlichen  Gletscher.
Der  obere  Teil  des  in  seinem  ganzen  Verlauf  stufenförmig ­
  fallenden  Haslitals  ist  eine  öde  Felsenwildnis,
eingebettet  zwischen  den  vereisten  Bergmassen  des  Lauteraarhorns
  4043  ni,  der  Schreckhörner  4080  m  und  des
Wetterhorns  3703  in  im  Westen  und  der  Gruppe  des
Dammastockes  und  der  Tierberge  3446  in  im  Osten.
Das  starke  Gefälle  des  Talflusses  wird  künftig  einein
großen  Kraftwerk  dienstbar  gemacht,  das  die  wilde  Schönheit ­
  der  Landschaft,  im  besondern  den  Handeckfall,  zu
beeinträchtigen  droht.  Das  oberste  Dorf  ist  Guttannen.
In  der  Talweitung  von  Jnnertkirchen  mündet  der
Gadmenbach,  dessen  Quellen  an  den  Eisfeldern  des
            
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