Full text : Die Schweiz

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das  Kandergrien,  angelegt.  Bis  1714  umfloß  die  Kander,
bei  Hochwasser  mit  starken  Verheerungen,  den  Uferhügel
(gleich  wie  die  Sihl  bei  Zürich)  und  mündete  unterhalb
Thun  in  die  Aare;  dann  wurde  sie  durch  ein  künstliches,
nunmehr  durch  die  Flußarbeit  erweitertes  und  vertieftes
Felsbett  zum  See  geleitet.  Die  Gefällsstufe  liefert  dem
Kanderwerk  bei  Spiez  die  Wasserkraft.
Simmental  Bei  Wimmis  läuft  an  der  Burgfluh,  einer  natürlichen ­
  Talsperre,  das  Simmental  aus;  es  ist  zwischen
den  Ketten  des  Niesen  und  des  Stockhorns  2192  m
eingelagert.  Die  prächtigen  Wiesen  und  Weiden  unterhalten ­
  einen  großen  Viehstand;  besondere  Sorgfalt  wird
ans  die  Aufzucht  von  edelrassigen  Tieren,  dem  Simmentaler ­
  Fleckvieh,  verwendet;  die  Verwertung  der  Milch
in  Käsereien  hat  hier  geringere  Bedeutung  als  in  andern ­
  Landschaften  der  Alpen.  Oberhalb  der  Mündung
des  Diemtigentales  mit  Diemtigen  ist  Erlenbach
der  Viehmarlt  des  Landes.  Talaufwärts  folgen  Därstetten,
  Oberwil,  Boltigeu.  Zweisimmen  im
obern  Simmental,  ein  Sommer-  und  Winterkurort,  entsendet ­
  eine  Straße  über  die  Saanenmööser  nach  der  Talschaft ­
  von  Saane».  Hier  endigt  die  elektrische  Montreux-Berneroberland-Bahn
  und  findet  ihre  Fortsetzung  in  der
Bahn  zum  Thunersee.  Zu  oberst  im  Simmental  liegt
der  Badekurort  Lenk  am  Fuß  des  Rawilpasses,  der
durch  die  Einsattelung  zwischen  Wildstrnbel  und  Wildhorn ­
  3264  in  das  Rhonetal  mit  Sitten  erreicht.
Saanenlcind  Der  Oberlauf  der  Saane  vor  der  Umbiegung  zum
waadtländischeu  Pays  d'en  Haut  bildet  das  beruische
Saanenland,  durchwegs  über  1000  m  hoch  gelegen;
hier  werden  die  als  Rassetiere  geschätzten  Saanenziegen
gehalten.  Sa  anen  an  der  Montreux-Berueroberland-Bahn
  ist  der  Hauptort  der  Talschaft,  die  einst  zu  den
entlegensten  Gebieten  des  Kantons  gehörte,  neuerdings
aber  von  Knrbedürftige»  und  Vergnügungsreisenden  immer
stärker  besucht  wird.  Kurort  ist  nun  auch  das  idyllische
Lauenen.  Von  Gsteig  zweigt  die  Pillonstraße  zu
            
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