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den Ormonttälern und der Sanetschpaß zwischen Wildhorn
und Oldenhorn 3134 m hindurch zum Rhonetal ab.
Thun, 7400 Einwohner, am untern Ende des
Thunersees, ist die Eingangspforte zum Berner Oberland
und der natürliche Vereinigungspunkt und Marktort
seiner Täler. Zwischen der Aare und der einstigen
Kandermündung breitet sich die Thuner Allmend aus,
die dem Artilleriewaffenplatz als Übungsfeld dient.
Das Aaretal unterhalb des Thunersees bildet den
östlichen Teil einer ausgedehnten, steif verlaufenden
Bodenfurche, die in die hohen Molassehügel am Alpenfuß
eingeschnitten ist. Der linksseitigen Halde folgt
durch teilweise versumpften Boden vom Ganterist her
die Gürbe. Sie vereinigt sich nnt der Aare unterher
des Belpberges, der als langgestreckter Tafelberg, ein
Überrest der ehemaligen höhern Landoberfläche, die beiden
Flußtäler trennt. Diese Gegend ist, wie das gesamte
Land zwischen Alpen und Jura überhaupt, ein bevorzugtes
Gebiet des Ackerbaues und der Viehhaltung.
Die Umgebung von Thun beleben die Dörfer
Thierachern, Ütendorf, Steffisburg und
das durch die Töpferei bekannte Heimberg. Kirchdorf
und Gerzensee halten eine niedrige Stelle des
Plateaus zwischen Aare und Gürbe besetzt. In Müns
in gen steht die kantonale Irrenanstalt. Die obere
Gürbe mit Blumen st ein und Wattenwil bildet
den Westrand einer prächtigen Moränenlandschaft, deren
wellige Kuppen kleine Seelein einschließen. Belp steht
an der Vereinigungsstelle der beiden Täler am Nordfuß
des Belpberges.
An den Nordabfall der Stockhornkette lehnt ein
rauhes, wenig zugängliches Molasse-Bergland. Am
schroffen Ostrand führen nur wenige Straßen herauf.
Im Westen hemmt die Senseschlucht, auf lange Strecke
die bernisch-freiburgische Grenze, mit stellenweise senkrecht
abstürzenden Wänden den Verkehr. Das Schwarzwasser
und seine Seitenbäche zerlegen durch Waldschluchten das
Thun
Aaretal
Sense-Bergland