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GesteinLart landes sind aus Nagelfluh, Sandstein und einem Ge
menge von Ton und Kalk, dem Mergel aufgebaut und
zwar so, daß eine Zone von Nagelflnhbergen dem Alpen-
suße entlang zieht (Jorat, Napf, Rigi, Roßberg, Speer,
das Appenzeller Hügelland), Sandstein und Mergel da
gegen in größerem Abstand von den Alpen den Boden
aufbauen. Die Gesteine des Mittellandes, Nagelfluh,
Sandstein und Mergel, tragen den gemeinschaftlichen
Namen Molasse (molasse = leicht zerreibliches Gestein).
Entstehung ®on Beginn der Alpenfaltung an zerstörte die Verwitterung
des Molaffe- die aufgetürmten FelSmassen des Gebirges. Zahlreiche Flüsse
schleppten den Schutt ins Borland hinaus. Mit wachsender Ent
fernung von den Alpen wurde das Gefälle der Flüsse geringer.
Sie lagerten den Schutt nach der Größe sortiert ab. Felsbrocken
und kleinere Gerölle blieben schon am Gebirgsfnß liegen; den
Sand und Schlamm vermochte das fließende Wasser noch weiter
hinaus zu befördern. Eine genaue Abgrenzung der Schuttzonen
trat nicht ein; denn ein kräftiges Hochwasser schleppte Gerölle
bis zu der Stelle, wo beim nächsten Niedrigwasser nur noch Sand
oder Schlamm hingelangen konnte. Kies-, Sand- und Schlamm
bänke griffen so stellenweise ineinander über. Aus den gewaltigen
Schuttmassen der Alpen bauten die Flüsse im Vorland allmählich
eine nach Norden sich senkende Hochebene auf. Im Laufe der
Zeit verkittete eingeschwemmter Schlamm wie eine Zementmasse
die Gerölle zu Nagelfluh, die Sandkörner zu Sandstein; der
tonige und kalkige Schlammabsatz erhärtete zu Mergel. In einer
spätern Zeit gruben die Flüsse Rinnen in ihre eigene Ausschüttung;
sie vertieften und verbreiterten die Furchen zu geräumigen Tälern
und zerlegten die Molasse in rundliche oder plateauartige Höhen
züge ; das sind die Überreste der einstigen Hochebene. Verdanken
Alpen und Jura ihre Entstehung dem Zusammenschrumpfen der
Erdkruste, einer vom Erdinnern her wirkenden Kraft, so sind die
Hügel und Berge des Mittellandes von außen her durch die aus
nagende Arbeit der Flüsse geformt worden. Im Gegensatz zu
Alpen und Jura haben hier die Gesteinsbänke ihre ursprüngliche,
wagrechte Lage beibehalten. Eine Ausnahme macht eine breite