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Vorzüge des
Mittellandes
Jura
Verlauf
linge bleiben als Naturdenkmäler vor Zerstörung ge
schützt.
Das Mittelland vermag ungeachtet seiner Anmut
gegenüber dem eindrucksvollen Landschaftsbild der Alpen
nicht zur Geltung zu kommen. Dafür besitzt es eine Reihe
anderer und wichtiger Vorzüge. Fruchtbarer und flach
liegender Boden, ein gegenüber Alpen und Jura mildes
Klima und die günstige Verkehrslage haben hier eine
große Volksdichte hervorgerufen. In den Alpen sind die
stark bevölkerten Talstreifen durch die ausgedehnte, men
schenleere Felsen- und Eiswildnis der Gipfelregionen ge
trennt. Das Mittelland bildet dagegen mit den reich
angebauten Plateauflächen, Hügeln und Tälern eine fast
ununterbrochene Wohnfläche, obschon auch hier die Täler
als Verkehrswege und Industriegebiete die Stellen der
größten Menschenansammlungen darstellen. Ackerbau,
Handel und Industrie sind im Mittelland weitaus am
stärksten entwickelt. Volkszahl und Wohlstand machen
es zum wichtigsten Landesteil der Schweiz.
3. Deo Iirocr.
Südwestwärts des Gensersees löst sich der Jura
als selbständiges Gebirge von den französischen West
alpen ab und umschließt als natürlicher Grenzwall in
einem langen, flachen Bogen den Nordwesten und Norden
der Schweiz. Er besteht aus einer Reihe parallel laufen
der Kalksteinketten. Die höchsten stehen am Südostrand
des Gebirges, wo sie mauerartig steil und ungegliedert
zum Mittelland abfallen. Nach Nordwesten hin werden
die Bergrücken immer niedriger und verflachen sich all
mählich zum Tiefland der Saöne, des Doubs und des
Rheins. In seinem mittleren Abschnitt am Neuenburger-
und Bielersee gewinnt der Jura die größte Breite. Ueber
20 Ketten liegen hier bis zum Doubs vor Besan^on
hintereinander. Ihre Zahl nimmt nach SW und NO ab,
und damit verringert sich auch die Breite des Gebirges;